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Von Autos und anderen Mobilen

CO2-Ausstoß – Freischein für Porsche?

Abgelegt unter: Umwelt, Verkehr — Jochen at 9:36 am on Dienstag, März 25, 2008

Kaum ein anderer Automobilhersteller kann sich für die geplante EU-Richtlinie zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Automobilen so wenig begeistern wie Porsche. Sehr verwunderlich ist das natürlich nicht, schließlich ist Porsche ein Sportwagenhersteller – und dementsprechend sind die Fahrzeuge auch ordentlich motorisiert. Die Einführung der EU-Richtlinie bzw. die Erlassung entsprechender Gesetze zur Verringerung des CO2-Ausstoßes würde für den Sportwagenhersteller bedeuten, Strafzahlungen in Kauf nehmen zu müssen. Denn was den bisherigen Stand der Technik betrifft, so scheint ein CO2-Ausstoß von 130 Gramm je Kilometer im Segment der Sportfahrzeuge schlichtweg nicht realisierbar zu sein.

Selbst mit gewieften Tricks, wie zum Beispiel der Einreihung von Porschefahrzeugen in die Palette von Volkswagen, ließe sich der CO2-Ausstoß der Konzernflotte nicht auf das anvisierte Maß reduzieren. Deshalb hatte man in Zuffenhausen vermutlich schon damit gerechnet, ab dem Jahr 2012 Strafzahlungen in Kauf nehmen zu müssen.

Nun scheint es jedoch, als können die Manager des Sportwagenherstellers aufatmen: Vergangene Woche hat der EU-Industriekommissar Günter Verheugen gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“ bekannt gegeben, dass man sich innerhalb des Parlaments für eine spezielle Regelung ausgesprochen habe, die für Nischenhersteller gilt.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie solch eine Nischenregelung aussehen könnte. Sieht sie ebenfalls eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes, nur innerhalb anderer Maßstäbe vor, oder erhält der Sportwagenhersteller eine Art Freischein, so dass die Entwicklung sparsamer Motoren nicht mehr zur Debatte steht? Des Weiteren bleibt abzuwarten, wie die Premium Hersteller Audi, BMW und Mercedes auf diese Aussage reagieren. Sie sind keine Nischenhersteller, haben aber ebenfalls stark motorisierte Fahrzeuge in ihrer Flotte und stehen deshalb vor einer großen Herausforderung, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Somit bleibt nur zu hoffen, dass schon bald genauere Informationen der EU vorliegen.

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