Mi, 19th März, 2008 - Posted by
Es ist gerade einmal zwei Tage her, dass ich über die Mercedes B-Klasse berichtet habe, deren überarbeitetes Modell ab April auf dem deutschen Markt verfügbar sein wird. Im damaligen Bericht habe ich noch den aktiven Parkassistenten als das Highlight des Fahrzeugs angepriesen – doch nun muss ich diese Aussage revidieren. Wie nämlich bekannt wurde, soll die Mercedes B-Klasse ab dem Sommer 2010 mit einer Brennstoffzelle angeboten werden. Damit wäre sie das erste Fahrzeug mit serienmäßigem Brennstoffzellenantrieb.
Laut Aussagen von Mercedes wurde das Modell bereits ausgiebig getestet, so dass die Markteinführung als sicher gilt. Bleibt zu hoffen, dass sich der Automobilhersteller an seine Aussage hält. Denn schon einmal hatte ein hochrangiger Mercedes Manager eine kleine Revolution angekündigt, indem er behauptete, die Einführung eines Smart mit serienmäßigem Elektroantrieb sei beschlossene Sache.
Doch zurück zur Mercedes B-Klasse. Nach Informationen von Mercedes wird das Fahrzeug mit einer so genannten Wasserstoff-Sauerstoff-Brennzelle ausgestattet. Die Brennstoffzelle erzeugt elektrische Energie, die zum Betrieb eines 136 PS starken Elektromotors (320 Newtonmeter Drehmoment) ausreichen soll. Mit einer Tankfüllung soll die B-Klasse eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern erzielen können.
Rein historisch betrachtet würde die Einführung dieses Fahrzeugs einen großen Schritt nach vorne darstellen. Allerdings stell ich mir die Frage, wie Mercedes einen bundesweiten bzw. flächendeckenden Zugang zum benötigten Wasserstoff sicherstellen möchte. Soweit ich weiß, gibt es in Deutschland derzeit nur eine einzige Tankstelle, an der Wasserstofffahrzeuge betankt werden können. Diese Tankstelle befindet sich in München und wurde auf Drängen von BMW um die Bereitstellung von Wasserstoff erweitert, damit eine ausgewählte Kundschaft den 7er BMW mit Wasserstoffantrieb, bei welchem es sich lediglich um eine Testversion handelte, ausprobieren konnte.
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