Di, 18th März, 2008 - Posted by
Sie sorgen regelmäßig für Ärger und – noch viel schlimmer – für Unfälle: Autobahnbaustellen. Diese Streckenabschnitte gehören nicht gerade zu Autofahrers Lieblingen. Seine Wut an den Arbeitern auszulassen, die lediglich ihren Job machen und den Befehlen von oben gehorchen, gehört sich allerdings nicht. Man muss damit leben, dass es nicht immer zügig voran geht, auch wenn man mit Termindruck im Nacken fährt. Immerhin sorgt der Bund mit so genannten Verkehrsbeeinflussungssystemen, in die bis Ende 2007 über 700 Millionen Euro investiert wurden, dafür, dass man rechtzeitig reagieren kann.
Staus sollen dadurch vermieden und die Sicherheit im Verkehrt erhöht werden, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Dazu sollen auch die Bauzeiten auf den Autobahnen erheblich verkürzt werden. „Die Baustellen schaden der Volkswirtschaft“, so der Minister. Für die Arbeiter auf Deutschlands Autobahnen heißt das: Feierabend gibt es ab sofort erst, wenn es dunkel wird, freie Samstage gehören demnächst der Zukunft an und wenn es sich anbietet, wird auch nachts gearbeitet. Behinderungen für Autofahrer könnten so schneller beseitigt werden. Am Autobahndreieck Nuthetal bei Berlin, wo Wolfgang Tiefensee seine Pläne mitteilte, verkürzt sich die Bauzeit dadurch erheblich. Angesetzt war die Fertigstellung für 2010. Jetzt geht man davon aus, dass schon passend zu den Sommerferien 2009 die Strecke komplett freigegeben werden kann.
Wichtig ist dem Bundesverkehrsminister vor allem, dass es nicht zu Staus kommt, die zu 35 Prozent auf die Baustellen zurückzuführen seien, und den Verkehrsfluss zu gewährleisten. Dazu wurden bereits 950 der 12.600 Kilometer des Autobahnnetzes mit den Verkehrslenkungs-Systemen ausgestattet. Alleine in diesem Jahr wurden schon 15 solcher Anlagen installiert. Sie informieren über Gefahren, zeigen an, wo man auf die Bremse treten muss und welche Abschnitte der Autobahn frei sind.
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