Der Ferrari F2008 besteht aus 9000 Teilen
Gleich eine ganze Doppelseite hat die „Bild am Sonntag“ gestern dem neuen Boliden aus den Werkshallen von Ferrari gewidmet und legte dabei den Schwerpunkt auf die Technik. Ganze Zahlenkolonnen sind das Ergebnis der Recherchen, aus denen hervorgeht, dass ein Rennwagen nicht einfach nebenbei montiert wird. Der F2008 ist – wie auch die Fahrzeuge der Konkurrenz – ein kleines Wunder der Technik.
9000 Teile sind nötig, die von 650 Mann zusammengefügt werden, damit der Ferrari F2008 fahrbereit ist. Die Titanschrauben sind mit einem Preis von rund 20 Euro der günstigste Bestandteil. Der Sitz kommt auf stolze 10.000 Euro. Insgesamt investiert Ferrari in jeden Wagen rund eine Millionen Euro. Das Ergebnis ist ein roter Renner, der es bis zur Marke von 200 Kilometern die Stunde in weniger als vier Sekunden schafft. Ob das ausreicht, um den anderen Teams davon zu fahren, zeigt sich schon beim ersten Rennen in Melbourne, das am 16. März stattfindet. Kimi Räikkönnen darf dann beweisen, ob er die 800 Pferdchen im Griff hat.
Dazu benötigt er das 1,2 Kilogramm schwere Lenkrad, von denen jeder Fahrer vier Stück ausgehändigt bekommt. Wer zum ersten Mal einen Blick auf das Kontrollinstrument wirft, wird sich fühlen wie ein Fahranfänger, der noch nie hinterm Steuer gesessen hat. 26 Details gibt es auf dem Lenkrad zu beachten. Angefangen bei den Umschaltern, mit denen sich die Anzeige steuern lässt, auf der entweder die Rundenzeit oder die Geschwindigkeit angezeigt wird, über den Schlechtwetterschalter und den Regler für die Kraftstoffmischung bis hin zum Überholknopf, der die Leistung hochschraubt, und den Knopf für den Funk.

