Mi, 5th März, 2008 - Posted by
In der vergangenen Woche haben in Italien mehrere „Auto-Bastler“ Schlagzeilen gemacht, als sie in das Visier der italienischen Ermittlungsbehörden geraten sind. Bei den „Auto-Bastlern“ handelt es sich nämlich um einen Fälscherring, der sich auf die Reproduktion von Ferrari Fahrzeugen spezialisiert hat. Im gesamten Land konnten die Ermittler 12 Werkstätten ausfindig machen, in denen Ferrari Fälschungen hergestellt wurden.
Den Angaben der Ermittler zufolge, solle eine überschaubare Anzahl an fertig gestellten Ferrari Fahrzeugen sichergestellt worden sein. Die Fahrzeuge sollten schon bald auf dem Markt angeboten werden. Des Weiteren wurde bekannt, dass unzählige Fahrzeugteile gefunden wurden, die zur Produktion weiterer Modelle dienen sollten. Unter den Fahrzeugteilen befanden sich auch etliche Ferrari Originalteile, die den Fälschern als Vorlage dienten. Als Basis für die späteren Fake-Ferraris dienten Autos der unterschiedlichsten Art. Unter anderem sollen Fahrzeuge der Marken Mercedes, BMW und Pontiac weiterverarbeitet worden sein.
Bei den kopierten Fahrzeugen handelt es sich um die unterschiedlichsten Ferrari Automobile, angefangen von Fahrzeugen, die aus den 1980er Jahren stammen, bis hin zum Ferrari 360 Modena. Die Gebrauchtwagenpreise für einen 360 Modena belaufen sich je nach Alter und Zustand auf einen Betrag, der zwischen 120.000 und 80.000 Euro liegt. Angeblich sollen die Fälscher versucht haben, ihre Ferrari-Kopien für rund 20.000 Euro anzubieten. In Anbetracht der Tatsache, dass die Fahrzeuge so günstig angeboten wurden, stellt sich natürlich die Frage, für welche Käufergruppe die Fahrzeuge gedacht waren. Bei einem Fahrzeugpreis in dieser Höhe müssen die Käufer gewusst haben, auf was sie sich einlassen. Des Weiteren wäre es interessant zu wissen, auf welche Höhe sich die Gewinne für die Fälscher belaufen hätten – viel Geld wäre am Ende sicherlich nicht übrig geblieben.
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