Di, 12th Februar, 2008 - Posted by
Dass man in der Formel1 nicht sonderlich zimperlich miteinander umgeht, kennt man bereits. Dass es unter den Fahrern gewisse Animositäten gibt, hat man in der vorigen Saison bei McLaren Mercedes gesehen. Dass aber Fans mit rassistischen Parolen einen farbigen Fahrer während des Training beleidigen und Gegenstände Richtung Team-Box werfen, ist neu und ein Fall, der Konsequenzen haben wird und muss. Die FIA hat bereits angekündigt, dass die Angriffe auf Lewis Hamilton in Barcelona mit drastischen Strafen sanktioniert werden, sollten sie sich wiederholen.
Während des Trainings auf dem Circuit de Catalunya vor etwa einer Woche war der Vize-Weltmeister aus England ins Visier einiger Idioten geraten – es mag nettere Bezeichnungen geben, doch sie wären angesichts des offen zur Schau gestellten Rassismus nur beschönigend. Max Mosley, Präsident der FIA, sieht die spanischen Verbände und Veranstalter in der Pflicht, gegen diese kleine Gruppe vorzugehen. „Es sollte möglich sein, das sofort zu stoppen“, betonte er, „wir tolerieren ein solches Verhalten nicht.“ Denn schon in China hätten spanische „Fans“ Lewis Hamilton beleidigt.
Die Verantwortlichen haben nun Zeit, sich des Problems anzunehmen und es aus der Welt zu schaffen. Schon jetzt einen der beiden WM-Läufe in Spanien – Barcelona und als Valencia – zu streichen, wäre voreilig. Diesen Schritt behalte man sich allerdings vor, wenn die Spanier die Chaoten nicht in den Griff bekämen. Bereits für den ersten Lauf in Australien am 16. März, kündigte Mosley an, dass Fans, die gegen einen der Fahrer pöbeln, sofort in Arrest genommen werden.
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