Di, 5th Februar, 2008 - Posted by
Nachdem BP, der Erdölkonzern aus Groß Britannien, einen Rückgang auf Gewinnebene von 22 Prozent hinnehmen musste, werden 5.000 Menschen ihre Arbeit verlieren. 9.500 Stellen sollen ausgelagert werden. Eine harte Nachricht, die BP uns da heute ins Haus schickt. Der Gewinnrückgang liegt hauptsächlich bei den schwachen Gewinnen im Raffinerie-Geschäft und den hohen Belastungen der Tankstellen. Der Gewinn für das Jahr 2007 sank für BP auf nur noch bei 20,8 Milliarden Dollar, was in Euro umgerechnet 14,15 Milliarden Euro sind. Durch den Rückgang in der Produktion von drei Prozent am Tag wurden nur noch 3,8 Millionen Barrel gefördert.
Zusätzlich dazu kam eine einmalige Belastung durch das Geschäft mit den Supermärkten in den US amerikanischen Tankstellen von BP. Diese Summe in Höhe von 1,146 Milliarden ist auch nicht gut verdaut worden.
Aufgrund dieser Tatsache hatte BP bereits im November des vergangenen Jahres verlauten lassen, die Shops in den Tankstellen in den Vereinigten Staaten nicht mehr selbst betreiben zu wollen. Durch die Umwandlung in Franchise-Betriebe und dem Verkauf an Franchisenehmer werden 9 500 Stellen aus dem Personalstamm von BP wegfallen.
Doch die Konkurrenz schläft nicht. Und im Gegensatz zu BP haben Exxon Mobil, die Mutter von Esso und Shell kräftig an Gewinn zulegen können im Jahr 2007. Exxon Mobil gar schaffte im vergangenen Jahr mit einer Gewinnsumme von 40,6 Milliarden Dollar einen neuen Rekordgewinn für ihr Unternehmen. Bei Shell ging es nicht ganz so rasant nach oben, aber auch der Konzern mit der gelben Muschel als Logo konnte um 23 Prozent an Gewinn zulegen, was eine Gewinnsumme von rund 31 Milliarden Dollar bedeutet.
BP hatte in den letzten Jahren mit viel Ungemach zu kämpfen, ein Unfall auf einer Pipeline in Texas und der Vertrauensverlust vieler Kunden in den vergangenen zwei Jahren. So was steckt kein Konzern leicht weg, auch nicht auf dem Erdölmarkt. Dass jetzt jedoch 5 000 Stellen gestrichen und weitere 9 500 ausgelagert werden sollen, mit ungewisser Zukunft, wird kaum neues Vertrauen der Kunden und der Weltöffentlichkeit bewirken. Da hat sich wohl jemand sehr verrechnet!
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