Toyota will in der Formel1 endlich nach vorne
In der Formel1 hat die Zeit der Enthüllungen begonnen. Die einzelnen Teams lassen die Katzen aus dem Sack und lüften das mehr oder weniger gut gehütete Geheimnis um ihre Boliden für das Rennjahr 2008. Nach Ferrari und McLaren-Mercedes ist heute Toyota an der Reihe. TF108 nennt sich das neue Fahrzeug, das jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Hinter den Kulissen wird es bei Toyota allerdings noch weit mehr Neues geben. Denn nach sechs mageren Jahren will man so langsam auch mal Erfolge verbuchen können.
Mit fernöstlicher Ruhe und nahezu philosophischen Ansätzen sollen die Strukturen des Teams verändert werden. Statt sich nur auf die Stärke einer Person zu konzentrieren, verlangt Teamchef Tadashi Yamashina die gesamte Organisation zu verbessern. Zwei Jahre hat er dafür Zeit. Eine erste Erkenntnis nach der Saison 2007: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ Und: Man sei zu optimistisch gestartet. Offen aussprechen wird man es bei Toyota nicht. Doch etwas Neid auf andere Teams, die es weitaus schneller geschafft haben, sich an der Spitze zu etablieren – beispielsweise BMW nach zwei Jahren oder Renault nach vier Jahren –, spielt auch mit.
Ein wenig Hoffnung setzt man jetzt auf den neuen Wagen, bei dem vor allem die Aerodynamik verbessert wurde, und die beiden Fahrer, Jarno Trulli und Timo Glock, der als Nachfolger von Ralf Schumacher am Steuer sitzen wird. Beide Fahrer sind sehr gespannt auf ihr neues Arbeitsgerät. Auch sie werden es erst heute komplett montiert zu Gesicht bekommen. Die ersten Testrunden dürfen dann schon kommende Woche gedreht werden. In Jerez will man der Konkurrenz zeigen, was man unter der Haube hat.

