Mi, 2nd Januar, 2008 - Posted by
Die in Flensburg angesiedelte Kartei für Verkehrssünder feiert in diesem Jahr ihr fünfzigjähriges Bestehen. Am 2. Januar 1958 wurden die ersten Verkehrssünder registriert. Dabei war es am Anfang noch anders, die Punkte, die es heute zu verbuchen gilt für Übertretungen der Straßenverkehrsordnung, StVO, gab es zuerst gar nicht. Der Beginn wurde mit einer Art Bucheinträgen gemacht, über den Entzug von Führerscheinen und das Versagen von Führerscheinen.
Im Jahre 1974 wurde jedoch endgültig erkannt, das dies nicht wirklich etwas bringt, wenn jemand immer wieder gegen die StVO verstößt und es wurde das heute bekannte Punktesystem eingeführt. Um genau die Verkehrsteilnehmer festhalten zu können in einer Art Mehrtäter-Kartei, die es nicht lassen konnten, gegen die geltenden Verkehrsregel zu verstoßen und sie bei einer entsprechenden Punkteanzahl auch abstrafen zu können. Dies hat nicht immer die Wirkung, die es haben sollte, wenn man das Einziehen von Führerscheinen aufgrund einer zu hohen Punktzahl in der Flensburger Kartei betrachtet. Aber bei vielen der Autofahrer – immerhin 15 % der gesamten Autofahrer in Deutschland sind in Flensburg mit Punkten gelistet – bringt dies etwas und zwingt sie zum Einhalten der StVO.
Das am häufigsten vorkommende Verkehrsdelikt, das mit Punkten in Flensburg geahndet wird, ist übrigens das zu schnelle Fahren. Dieses macht 60 % der Punkteeinträge aus, wobei sich Männern und Frauen etwa die Waage halten. Bei den Frauen landen 17 % wegen Punkten in der Verkehrssünder-Kartei, weil sie die Vorfahrt missachten, bei Männern macht den Hauptanteil mit 15 % das Fahren unter Alkoholeinfluss aus.
Wenn keine neuen Punkte dazukommen, werden die Punkte übrigens wieder aus der Kartei in Flensburg gelöscht. Wann genau dies ist, hängt übrigens immer von dem jeweiligen Verkehrsdelikt ab, und kann von zwei bis zehn Jahren dauern.
![]() |
Noch keine Kommentare.