Mo, 24th Dezember, 2007 - Posted by
Geht es in der Bundesrepublik und Europa eher um konkrete Werte beim CO2-Ausstoß, die nicht überschritten werden dürfen, setzt die Politik in den USA beim Benzinverbrauch an. Senat und Repräsentantenhaus schieben den Schluckspechten unter den Karossen nun einen Riegel vor. In den kommenden drei Jahren müssen die Fahrzeuge derart motorisiert sein, dass auf 100 Kilometern nicht mehr als 6,7 Liter verbraucht werden.
32 Jahre hat es gedauert, bis eines der großen Tabuthemen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten den Weg durch die Politik und vorbei an Lobbyisten und Industrieinteressen geschafft hat. 314 gegen 100 Stimmen lautete schließlich das Ergebnis der Abgeordnetenkammer. Mit seiner Unterschrift will US-Präsident George W. Bush dafür sorgen, dass alles schnell und ohne Verzögerung in die Wege geleitet wird. Eine zusätzliche Steuer für die Ölindustrie lehnt er hingegen ab.
In konkreten Zahlen sparen die USA 2020 rund 1,1 Millionen Barrel Rohöl, ließen die Demokraten um Senator Daniel Inouye verkünden. Neben der Ersparnis, die der Hälfte der Importe aus dem Golf entspricht, hat das neue Gesetz auch einen positiven Effekt auf die Umwelt. 200 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase werden in die Umwelt geblasen. Als zweites Standbein zugunsten der Umwelt soll zudem vermehrt auf Ethanol als Alternative zum Benzin gesetzt werden. 2022 rechnet man mit einem Verbrauch an Ethanol von rund 136 Milliarden Litern.
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