ADAC: Umweltzonen werden nicht die Umwelt schonen

Seit der „Licht Aus“ Aktion am 8. Dezember dieses Jahres ist es in aller Munde: CO2, das Kohlendioxid, welches verantwortlich ist für den Treibhauseffekt. Dabei kommen auch die neu zu schaffenden Umweltzonen ab 2008 ins Gespräch. Doch bringen diese wirklich etwas? Der ADAC zumindest stellt dieses in Frage. Ein vom größten Automobilclub Deutschlands erstelltes Gutachten besagt nämlich, dass die Umweltzonen rein gar nichts bringen und der Effekt solcher Zonen plus minus Null wäre, also ohne irgendeinen Nutzen. Laut Ulrich Klaus Becker, dem ADAC-Vizepräsident für Verkehr, sind die Umweltzonen ohne jeden Zweck. Er ist der Ansicht, „dass Fahrverbote das Feinstaubproblem nicht lösen können. Deswegen fordere ich die betroffenen Kommunen auf, auf diesen ungerechtfertigten Eingriff in die Mobilität der Menschen zu verzichten.“

Wichtiger ist für den ADAC die Nachrüstung der Fahrzeuge mit Rußpartikelfiltern und empfiehlt dies auch seinen Mitgliedern, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Interessant ist dabei, dass der ADAC anmerkt, dass lediglich fünf Prozent der Belastung mit Feinstaub überhaupt durch PKW bedingt sind. Auch der Verwaltungsaufwand, den die Umweltplaketten für das Befahren der Umweltzonen mit sich bringen, wird scharf kritisiert. Hier wird ein Aufwand geschaffen, der Millionen von Autofahrern betrifft, deren Fahrzeuge gar keinen Ausstoß von Rußpartikeln haben. Da wird wieder in einen Topf geworfen, was gar nicht in einen Topf gehört und damit Millionen von Autofahrern zu Umweltsündern gebrandmarkt, obwohl nur ein Teil der PKW zur Feinstaubbelastung beiträgt.

Auch wird den Städten angeraten, statt der Umweltzonen Grüne Wellen für den Straßenverkehr zu bewirken, um damit den Verkehr „intelligenter zu lenken“. Denn gerade ein ständiger Stop and Go Verkehr verbraucht nicht nur mehr Benzin und nutzt die Fahrzeuge schneller ab, sondern bewirkt auch einen höheren Ausstoß von Rußpartikeln.

Speak Your Mind

*