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Kein Verständnis mehr für den Lokführerstreik

Fr, 16th November, 2007 - Posted by Andre -

Man hat das Gefühl, nichts geht mehr. Weder auf der Schiene noch in den Verhandlungsräumen kommt man auch nur einen Meter voran. Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) und die Bahn AG haben sich in ihren Ecken verschanzt und spielen trotziges Kind. Ein auch nur ansatzweise vorteilhaftes Bild bietet keiner der beiden Chefs. Sie habe ihren Horizont soweit eingeschränkt, dass sie eines übersehen: Die Kunden der Bahn.

62 Stunden wird der Arbeitskampf der 3000 Lokführer dauern, wenn er denn am Samstag pünktlich um 2 Uhr morgens enden sollte. In der Zeit sind trotz Notfallfahrplan viele Züge im Nah-, Fern- und Güterverkehr einfach ausgefallen. Auch S-Bahnen blieben vielerorts stehen oder fuhren im anderen Takt. Besonders hart hat es den Osten der Republik getroffen und so langsam werden die Folgen sichtbar. Im Hamburger Hafen stockt beispielsweise die Abfertigung der Container und auf den Straßen herrscht wesentlich mehr Verkehr, da Pendler sich keinen Rüffel einfangen wollen und auf das Auto zurückgreifen.

Dementsprechend schlecht ist die Stimmung. Waren in der Anfangszeit des Streiks noch viele auf Seiten der Lokführer, wandelt sich das Bild immer mehr. 51 Prozent haben nach einer aktuellen Forsa-Umfrage keinerlei Verständnis mehr für die Aktionen der GDL. Ob die beiden Parteien in naher Zukunft aus ihren Ecken kommen, steht in den Sternen. Die Gewerkschaft wäre sofort bereit, wenn es 31 Prozent mehr Lohn gibt. Dafür würde man sogar auf den eigenen Tarifvertrag verzichten. Da es alles nur Hypothesen sind, sollte man sich besser nicht darauf verlassen, dass die Bahn ordnungsgemäß rollt.

Category : Verkehr

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