General-Motors Chef setzt auf Strom als Antrieb der Zukunft
Rick Wagoner, Chef von General Motors, hat Visionen. Für die Automobilbranche nichts Ungewöhnliches, gibt es doch immer wieder Modellstudien, die an Science-Fiction-Filme erinnern, es allerdings nie bis zur Marktreife brachten. Es waren Design-Spielereien – so böse es auch klingen mag – ohne Wert. Die Opel-Studie Flextreme hingegen hat es schon weit gebracht und zeigt sich optisch wie technisch als ansprechende Option, demnächst mit Strom statt mit Benzin zu fahren. Ein paar Jahre wird es freilich noch dauern, bis man ihn beim Händler kaufen kann.
163 PS leistet der Elektromotor, der absolut leise und ruckelfrei fährt wie das Schaulaufen auf dem Messestand bewies. Den „Saft“ liefert eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 16 Kilowatt-Stunden. Drei Stunden soll es an einer normalen Steckdose dauern, bis der Tank voll ist. Schade ist, dass die Energie derzeit nur für 55 Kilometer reicht und der Flextreme daher zusätzlich einen 1,3 Liter Diesel-Motor (75 PS) für längere Strecken benötigt. Dabei fungiert der Dieselmotor wie ein Dynamo und lädt die Batterie gleichzeitig wieder auf.
Die Umwelt dürfte es freuen, dass der Verbrauch damit im Schnitt auf 3,8 Liter sinkt. Der CO2-Ausstoß beträgt nach ersten Rechnungen rund 40 Gramm je Kilometer. Das größte Problem stellt derzeit noch die Batterie dar. Hier muss noch etwas Passendes gefunden werden, gesteht Opel ein. Beim Design hingegen ist man schon sehr weit. Scheinwerfer wie Vampirzähne, kuppelförmiges Dach und breite Hüften sind nur einige Merkmale. Innen wird es höchst modern. Drei Monitore, zwei Hebel, zwei Tasten auf dem Lenkrad und vier an der Mittelkonsole – mehr wird man zukünftig nicht in seinem Opel vorfinden.

