Mi, 10th Oktober, 2007 - Posted by
Der Streik der Lokführer ist noch lange nicht ausgestanden. Beide Seiten, die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) und Bahn-Chef Hartmut Mehdorn, verharren auf ihren Positionen und sind nicht bereit, davon abzuweichen. Das Angebot der Bahn, 4,5 Prozent mehr Lohn plus zwei Stunden bezahlter Arbeit, reicht der GDL nicht aus. Neue Zahlen kamen nicht auf den Tisch. So verstrich das Ultimatum und soll am Donnerstag ganztägig gestreikt werden.
Wurde der Bahnverkehr bislang immer nur für einige Stunden lahm gelegt, schaufeln die Eisenbahner nun ein paar Kohlen mehr ins Feuer und heizen den Streit weiter an. Sollten sie konsequent bleiben, wird es auch den Verantwortlichen bei der Bahn schwer fallen, mit Notfallplänen für adäquaten Ersatz zu sorgen. Das wird umso komplizierter, da in einigen Bundesländern die Herbstferien gerade anfangen oder schon angefangen sind. Sprich, wir haben Reisezeit und viele haben bei ihrer Planung auf die Bahn gesetzt. Angesichts der Drohung, auch Freitag, Samstag, Sonntag und Montag zu streiken, sind inzwischen auch der Fern- und Güterverkehr betroffen.
Die Deutschen sind mehrheitlich, wenn auch nur knapp, auf Seiten der Lokführer. Eine aktuelle Umfrage des stern ergab, dass 55 Prozent die Streiks befürworten. 40 Prozent lehnen sie ab. Befragt wurden insgesamt knapp 1000 Teilnehmer. Interessant wäre, zu erfahren, wie die Besucher der Website der Bahn das sehen. Immerhin wurde das Portal vorige Woche in der Zeit am Donnerstag und Freitag 16 Millionen Mal besucht.
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