Do, 4th Oktober, 2007 - Posted by
Bis ins hohe Alter mobil zu sein, mit dem eigenen Auto zum Supermarkt zu fahren, die Kinder zu besuchen oder in den Urlaub zu starten. Das wünschen sich die meisten Senioren. Doch nicht bei allen erfüllt sich dieser Wunsch. Irgendwann lässt das Hör- oder Sehvermögen zu stark nach oder kann man sich nicht mehr ausreichend konzentrieren. Die Entscheidung, ob man sich noch hinters Steuer setzen kann, sollte nicht zu spät getroffen werden. Das gilt auch, wenn Demenz festgestellt wurde.
Britische Mediziner fordern laut dem „British Medical Journal“, dass bei der Diagnose Demenz sofort ein Test zur Fahrtauglichkeit und Verkehrssicherheit gemacht werden soll. Das Problem: Ein solcher Test, der aussagekräftige Werte liefert, existiert nicht und die Aussagen von Angehörigen zum Fahrvermögen sind meist geschönt. Möglich wäre ein Fahrtest, bei dem ein Experte die Entscheidung trifft, ob der Demenzkranke noch in der Lage ist, als Autofahrer am Straßenverkehr teilzunehmen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass es ab der ersten Diagnose im Schnitt drei Jahre dauert, bis die Fahrtüchtigkeit zu stark nachlässt. So hart es für die Betroffenen in dem Fall auch ist. Sie sollten sich möglichst früh damit anfreunden, andere Verkehrsmittel zu nutzen bzw. nicht mehr selbst das Steuer in der Hand zu haben.
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