Baustellen auf Autobahnen sind ein Ärgernis und stellen laut aktueller Untersuchung des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC) auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Jede vierte der insgesamt 50 in Europa getesteten Langzeitbaustellen fiel durch, weil die Sicherheit der Autofahrer nicht ausreichend gewährleistet ist.
Mal fehlen Pannenbuchten, ist der Streckenabschnitt mit Schlaglöchern durchsetzt oder sorgen die Markierungen für Verwirrung. Das sind nur drei der vielen Punkte auf der Mängelliste des ADAC, zu der auch zu enge und damit gefährliche Verkehrsführungen gehören. Dass von Baustellen ein Risiko ausgeht, ist keine neue Erkenntnis. Die Unfallzahlen in diesen Bereichen sprechen Bände. Das weiß man auch in Deutschland. Trotzdem sind hier drei von acht Baustellen mangelhaft – auf der A14 bei Halle/Saale, der A9 bei Weißenfels (Sachsen-Anhalt) und der A2 bei Bad Eilsen (Niedersachsen).
Die Untersuchung fand im Rahmen von EuroTest statt, einem internationalen Testprogramm in elf europäischen Ländern. Als Sieger ging die Baustelle auf der A1 bei Enns daraus hervor. Die Fahrspuren sind hier vorbildlich, sowohl in der Breite als auch bei der Markierung. Lob gab es auch für die Autobahnbaustellen in England und den Niederlanden. Am unteren Ende der Skala rangiert die CM42 bei Toledo in Spanien.
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