Mo, 3rd September, 2007 - Posted by
Wie in jedem Jahr will die Kfz-Industrie auch bei der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt die Zukunft einläuten. In die sonst eher chromverliebte Atmosphäre in den Messehallen gesellt sich allerdings weit mehr als sonst der Faktor Umwelt. Die Klimadebatte, die nicht mehr ganz so hitzig ist, aber weiterhin schwelt, hat die Industrie fest im Griff. Im positiven Sinne – denn Zulieferer und Autobauer haben die Chancen und die Notwendigkeit umweltfreundlicher Kraftfahrzeuge inzwischen erkannt.
Gearbeitet wird an diesem Ziel an allen Fronten. Die Bayerischen Motorenwerke (BMW) drosseln den Durst ihrer Karossen mit leichten Motoren, optimierten Ölpumpen und indem sie Bremsenergie zurückgewinnen. Audi, bekannt für den Turbodiesel-Direkteinspritzer, hat sich ähnlich hehre Ziele gesetzt. Der sauberste Diesel der Welt soll Mitte 2008 vom Band laufen. Doch nicht nur die Großen der Branche sind aktiv. Bei den Zulieferern wird an Elektronik gefeilt, leichteren Bauelementen und Start-Stopp-Systemen.
„Wir haben beim Klimaschutz viel erreicht“, zeigt sich Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, sehr zufrieden mit der aktuellen Entwicklung. Ins gleiche Horn stoßen die Vorstände der Branche. Sie sind von ihrer Arbeit überzeugt und sehen moderne Dieselmotoren als Antrieb weit vorne, noch vor dem Hybridauto. Zwar wird auch an dieser Variante gearbeitet. Sie sei allerdings mehr eine Übergangslösung im Wettlauf um den Motor, der ohne fossile Brennstoffe auskommt.
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