6000-Euro-VW kein Billigauto
Der Begriff „billig“ hat einen schlechten Ruf und wird häufig mit mangelnder Qualität sowie kurzer Lebensdauer in Verbindung gebracht. Deshalb wird es bei Volkswagen kein „Billigauto“ geben, zumindest nicht der Bezeichnung nach. Denn wo VW draufsteht, ist auch VW samt aller Eigenschaften wie Verlässlichkeit, Wertigkeit und Innovation drin, sagt Konzernchef Martin Winterkorn. Das gilt auch für den günstigen Kleinwagen, mit dem VW auf der Internationalen Automobil-Ausstellung aufwartet und die so genannten Schwellenländer für sich erobern will.
6000 Euro soll das Fahrzeug in der einfachsten Ausstattung kosten und so flexibel wie möglich sein, damit sich auch Kunden in Westeuropa angesprochen fühlen, die entsprechend mehr auf den Tisch legen müssen. Konkret könnte das heißen: Dreizylinder Turbo mit allen Extras für den zahlungskräftigen Markt und den Zweizylinder in der Basisversion für den neuen Markt, in den Volkswagen große Hoffnungen setzt. Die IAA ist ein erster Test, wie das Auto ankommt.
Die Produktion, so Winterkorn, werde dank der zu erschließenden Wachstumsmärkte und des attraktiven Preises ein wesentlich größeres Volumen erreichen als bei andern Modellen. Das verspreche einen wirtschaftlichen Erfolg und ermögliche es, die Produktion von Anfang an profitabel zu fahren – anders als seinerzeit zur Einführung des Smart.

