Klein, vier Räder, meistens leuchtend-rot und mit einem griff-großen Lenkrad versehen, ist das Bobby-Car schon seit ewigen Zeiten für die meisten autobegeisterten Jungen und Mädchen eines der schönsten Spielzeuge. Da wird durch den Garten getuckert, über den Bürgersteig, alles mit zwei Fußstärken und ganz gemächlich. Wenn große Jungs sich das Bobby-Car schnappen, geht es ganz anders zur Sache – wie bei der Europameisterschaft im Eifelörtchen Volkesfeld.
30 Starter zählte die EM im Bobby-Car Rennen in diesem Jahr. Vom ursprünglichen Spielauto ist bei den „Boliden“ nur wenig übrig geblieben. Der Corpus bleibt, ansonsten zählt das Feintuning, mit dem die Wagemutigen ihr Fahrzeug auf Touren bringen. Achsen und Räder sind auf den harten und nicht ganz ungefährlichen Sport abgestimmt. Das Lenkrad ist so konzipiert, dass es auch bei einer Geschwindigkeit von ein paar Kilometern die Stunde mehr nicht gleich den Geist aufgibt.
50 bis 60 km/h erreichen die aufgemotzten Bobby-Cars auf der Strecke. 500 Meter müssen sich die Starter auf ihrem Kleinstfahrzeug halten und Kurvenfestigkeit beweisen. Da Stürze und nicht selten Knochenbrüche beim Extremsport an der Tagesordnung sind, gehören Schutzkleidung, dicke Sohlen zum Bremsen und ein Helm zur Pflichtausstattung eines jeden Fahrers.
Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie sich das anfühlt mit 60 Sachen auf ´nem Bobbycar zu knieen.
Vielleicht sollte dieser Blog lieber “krnakenversicherung” und nicht “autoversicherung” heissen ;-)