Mo, 6th August, 2007 - Posted by
Die Lokführer wollen mehr Geld. Verständlich – wenn auch nicht für jeden, was die von der Lokführer Gewerkschaft GDL geforderte Gehaltserhöhung von 31 Prozent betrifft. Für alle, die Tag für Tag auf die Bahn angewiesen sind, um zur Arbeit, zur Schule oder zur Uni zu kommen, wird sich der anscheinend nicht mehr vermeidbare Streik vermutlich schon am Mittwoch von seiner unschönen Seite zeigen. Der Schienenverkehr in Deutschland wird komplett stillstehen, geht es nach der GDL und den Mitgliedern. Schätzungen zufolge sind 90 Prozent für den Streik.
Die ohnehin schon chaotischen Zustände im Berufsverkehr morgens und abends dürften sich dann noch verschlimmern. Denn selbst die Initiative Pro Bahn sieht für den Fall des Streiks keine andere Chance als auf das Auto auszuweichen. Die Busse werden das zusätzliche Passagieraufkommen kaum „schlucken“ können. Täglich fahren fünf Millionen Menschen mit der Bahn. 4,7 Millionen davon im Nahverkehr. Die Hoffnung, dass beamtete Lokführer und Mitarbeiter mit Lokführerschein die Lücken füllen können, ist eher mager.
Nach dem geplatzten Spitzentreffen steht Deutschland anscheinend vor einem Verkehrsinfarkt. Zumindest für die Zeit des Streiks heißt es dann für viele Autofahrer morgens wesentlich eher aufzubrechen, um einigermaßen pünktlich bei der Arbeit zu sein. Sinnvoll wird es sicherlich sein, Fahrgemeinschaften zu bilden.
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