Die Tour de France ist vorbei und es stellt sich nur eine Frage: „Quo vadis?“ Das Event, für das tausende Radsportbegeisterte ihren Jahresurlaub geopfert haben, um den Tross für wenige Minuten oder Sekunden sehen zu können, ist zum Skandal verkommen. Doping ist für den Radsport zum Wort des Jahres geworden. Ein Favorit nach dem anderen wurde aus dem Rennen genommen. Gewonnen hat schließlich Alberto Contador.
Und selbst der diesjährige Sieger muss damit leben, dass in seinem Schatten der Name des spanischen Dopingarztes genannt wird, der schon Jan Ulrich tief in den Sumpf gezogen und zumindest, was die professionelle Karriere angeht, das Genick gebrochen hat. Deutschland einstiger Vorzeigeradler wird, so munkelt man, geht jetzt bei Jedermann-Rennen an den Start. Hobbyfahrer gegen Tour-Gewinner – ein Bild, das Bände spricht.
Noch vor einigen Jahren zog es Kinder und Jugendliche scharenweise in die Radsportvereine. Begeistert von den Bildern aus Frankreich und Sportlern, die jedes Körnchen gaben, um einmal im gelben Trikot zu fahren, eiferten sie ihren Vorbildern nach. Das dürfte Geschichte sein. Die großen Namen verschwinden von der Bildfläche, es bleiben nur Fragezeichen und die Erinnerungen an gute alte Zeiten. Fahrräder, die nicht am PC entworfen wurden, Helme aus einfachen Lederriemen und Männer, die in schlichten Turnhosen Wind und Wetter trotzen, ohne Knopf im Ohr und Epo im Blut.
Naja, so ist jetzt endlichh offiziell was lange ein offenens Geheimnis war… War nie ein grosser Radsportfan, was aber diese Jhar bei der Tour passiert ist, ist wahrscheinlich die grösste Chance um diesen Sport wieder sauber zu bekommen.