Mo, 2nd Juli, 2007 - Posted by
Die deutschen Autohersteller setzen aufs falsche Pferd, sagt zumindest der Experte Ferdinand Dudenhöffer. Billigautos seien der Trend der Zukunft. Und genau dieses Segment werde zu sehr vernachlässigt. Zehn Millionen Billigautos würden bis 2015 verkauft, so die Analyse des Geschäftsführers des Institutes B&D-Forecast aus Leverkusen.
Dieser Marktbereich wachse am schnellsten, werde aber von der deutschen Automobilindustrie scheinbar gänzlich aus den Augen verloren. Die Chancen für Fahrzeuge, deren Preis deutlich unter 10.000 Euro liege, seien in Osteuropa, China und Indien enorm. Unterschieden werde zwischen Billigautos für 7.000 bis 10.000 Euro, für 5.000 bis 7.000 Euro und denen unter 5.000 Euro. Die letzten beiden Gruppen würden zukünftig das Rennen auf dem internationalen Markt machen.
Damit liefen die Bemühungen, unter anderem von Opel und VW, sich im Bereich der Fahrzeuge von 7.000 bis 10.000 Euro zu etablieren, nur zum Teil in die richtige Richtung. Schwellenländer hätten andere Anforderungen. Einfach nur vorhandene Wagen, die in Europa und den USA erfolgreich seien, abzuspecken, bringe wenig. Neue Fabrikate, günstig produziert und vertrieben, seien erforderlich. Sonst ginge das größte Stück des Kuchens an Hersteller aus Fernost.
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