Mo, 23rd April, 2007 - Posted by
Verglichen mit der glänzenden Karosse haben die Reifen am Auto bisher ein Schattendasein geführt, obwohl es ohne sie recht schwer wird, auch nur einen Meter vorwärts zu kommen. Bei der technischen Weiterentwicklung wurden sie meist übergangen. Das hat jetzt ein Ende. Es wird mit Hochdruck am intelligenten Reifen gearbeitet, der über einen kleinen, nur sieben Gramm schweren Sensor, den Kontakt zum Bordcomputer und zum Fahrer hält.
Die Technik soll nicht nur die Arbeit des Antiblockiersystems erleichtern, was unter anderem für einen erheblich kürzeren Bremsweg sorgt, sondern vor allem ein effektives, sprich spritsparendes Fahren ermöglichen. Denn kontrolliert wird auch der Reifendruck. Ist er zu niedrig, wird zu viel Benzin verbraucht. Einer Studie zufolge könnten alleine in Nordamerika 7,5 Milliarden Liter Treibstoff eingespart werden, hätten die Lkw den richtigen Reifendruck.
Das macht sich auch bei Pkw und damit dem Individualverkehr bemerkbar. 0,4 bar zu wenig sorgen für einen drei Prozent höheren Verbrauch. Möglich ist eine Ersparnis von rund einem Liter auf 100 Kilometer, wenn alles optimal eingestellt ist, schätzt der BUND. Meldung macht der Sensor bereits, wenn der Druck um 0,2 bar abweicht.
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…aber leider nur sehr wenig !
Wesentlich mehr Sprit könnte gespart werden, wenn mehr Menschen die Bahn als Verkehrsmittel nutzen würden und Güter nicht mit dem Lkw, sondern mit der Bahn transportiert werden würden.
Einige Zahlen zum Gütertransport:
Die auf der Straße erbrachte Verkehrsleistung ist in den letzten Jahren enorm angestiegen:
1993: 251 Mrd. Tonnenkilometer | 2004: 380 Mrd. Tonnenkilometer
Der Anteil des Schienenverkehrs an der Güterbeförderungsleistung
stagniert praktisch:
1994: 16,8 Prozent | 2004: 15,9 Prozent
Es ist ein Gebot der volkswirtschaftlichen Vernunft, denjenigen Verkehrsträger zu fördern und zu stärken, der die wenigsten unerwünschten Schäden und damit Zusatzkosten verursacht – und das ist mit weitem Abstand die Bahn.
(Quelle: Hermann Scheer, Peter Friedrich — Die Bahn: Zukunftsinvestment aller Bürger)
Nun hat aber Bundeskanzlerin Merkel im letzten ZDF-Sommerinterview (26.8.2007) u.a. gesagt:
“Wir werden die Bahn privatisieren”
Privatisierung hat aber fast immer negative Folgen für den Bürger
(Werner Rügemer: Privatisierung in Deutschland).
Erkunden Sie doch mal spielerisch die zu erwartenden Folgen der Bahnprivatisierung mit BAHNOPOLY:
http://www.campact.de/bahn/opoly/start
Also das Argument das die Leute mehr öffentliche Verkehrsmittel nutzen sollten um Benzin zu sparen ist klar, jedoch bei den steigenden Preisen sollte man da auch genau nachrechnen.
Auch der Reifendruck spielt beim Benzin sparen eine Rolle.
Dies sind jedoch nicht die Einzigen Faktoren.
Was bringt der beste Reifendruck, wenn man dann doch auf der Autobahn mehr als 130 oder 140 km/h fährt? Denn Rasen vergeudet wesentlich mehr Benzin als der Reifendruck und auch unnötiges Gepäck verschlingt Benzin.
Man kann den Benzinverbrauch nicht nur auf ein Faktor beziehen, sondern man muss alle zusammen sehen.
Und das günstigste ist immer noch zu Fuß gehen ;)