Mo, 12th März, 2007 - Posted by
Zehn Prozent der Deutschen leiden unter Schlaf-Wach-Störungen, die behandelt werden müssen. Chronische Müdigkeit ist eine der Folgen, die sich auch auf den Straßenverkehr auswirkt. Denn Übermüdung steht im Lkw-Güterverkehr auf Platz zwei der Unfallursachen. Grund genug für den Gesetzgeber hier einzuschreiten und die Tagesschläfrigkeit bei der Beurteilung der Fahreignung durch das Amt zu berücksichtigen.
Die entsprechenden Pläne des Bundesverkehrsministeriums liegen vor. Geht alles glatt über Bühne und stimmt der Bundesrat zu, könnte sich die Führerscheinverordnung schon diesen Sommer ändern. Besonderes Augenmerk gilt dabei allen, die den Berufsfahrern zuzurechnen sind, also Taxi-, Bus- und Lkw-Fahrer. Zwar müssen sie sich bereits jetzt regelmäßig untersuchen lassen. Doch dann würde auch die krankhafte Müdigkeit berücksichtigt. Immerhin 24 Prozent aller Unfälle mit Lastkraftwagen sind darauf zurückzuführen, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen ist. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der deutschen Versicherungswirtschaft.
Lenk- und Ruhezeiten, die missachtet werden, haben damit eher wenig zu tun. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin geht davon aus, dass viele Fahrer an krankhaften Schlafstörungen leiden.
![]() |
Trackbacks & Pingbacks