Mo, 5th März, 2007 - Posted by
Es scheint so, dass in Sachen Klimaschutz Autofahrer und Autoindustrie immer mehr ins Zentrum der politischen Ideenspiele rücken. Kein Wunder, wenn die Industrie ein wenig gereizt reagiert. „Wir sind keine Schmutzfinken“, sagt jetzt beispielsweise Wendelin Wiedeking, Chef von Porsche, und stößt wie seine Kollegen erneut ins Horn, die Vorgaben der EU für den Klimaschutz würden dafür sorgen, dass viele die Produktion einstellen könnten.
Angesichts der inzwischen kaum mehr überschaubaren Vorschläge zur Verbesserung des Klimas, die allesamt nur auf den Kfz-Bereich schielen, eine verständliche Reaktion. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will künftig Ökoplaketten an allen Autos, die über den Energieverbrauch informieren. So könnten Käufer sofort sehen, wie es um die Umweltfreundlichkeit des Wagens bestellt ist. Die CSU geht einen ganzen Schritt weiter. Sie will ab 2020 nur noch Fahrzeuge zulassen, die einen umweltfreundlichen Antrieb haben. Verbrennungsmotoren sollen dann verboten sein und etwa durch Wasserstofftechnik ersetzt werden. Hinzu kommt die Idee von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), der ein Tempolimit auf Autobahnen fordert, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.
Rückenhilfe erhalten Industrie und Autofahrer von EU-Industriekommissar Günther Verheugen. Das Auto dürfe nicht zum alleinigen Sündenbock gemacht werden, da so die Produktion gerade größerer Fahrzeuge aus Europa vertrieben werde. Wichtiger sei es, Nationen wie China, USA, Russland und Indien die Bedeutung des Klimaschutzes deutlicher vor Augen zu führen.
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In Regierungskreisen werden offenbar (endlich!) relativ weit reichende, zum Teil wirklich radikale Maßnahmen diskutiert, allerdings noch auf informellem Niveau, aber immerhin:
- Der Preis für Trinkwasser wird (bei einem täglichen Mindestbedarfskontingent je Person zum Selbstkostenpreis) auf zwei Euro je Liter angehoben.
- hohe City-Maut
- Limitierung von Mobilität (Kilometerkonten, Kilometerhandel, Besteuerung des selben)
- Einführung von “Ohne”-Tagen, z.B. 1 Tag im Monat kein Strom, 1 Tag im Monat kein Wasser, etc.
Siehe
http://potsdamprotokoll.blogspot.com/