KFZ-Blog :- Automobiles ungebremst

Von Autos und anderen Mobilen

Grüne wollen autofreies Wochenende

Abgelegt unter: Verkehr, Umwelt — Gerald at 10:23 pm on Mittwoch, Februar 28, 2007

Vergangenes Wochenende war es ruhig auf Italiens Straßen. Wo sich sonst Familienkutschen, Sportwagen und Lastkraftwagen ein Stelldichein geben, waren Radfahrer unterwegs. In 150 Städten ruhte der Verkehr. Das autofreie Wochenende erwies sich dort als voller Erfolg. Warum nicht auch in Deutschland, wagen sich jetzt die Grünen vor und fordern Fahrverbote am Wochenende.

In Städten und Ballungszentren sollen motorisierte Fahrzeuge ganz einfach stehen bleiben. „Es geht auch ohne Auto“, sagt Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn. Italien sei ein gutes Beispiel dafür, dass es funktioniere. Zudem sei das Fahrverbot ein deutliches Zeichen gegen den Klimawandel. Die Menschen in den Städten könnten mal wieder richtig durchatmen.

Wenig Begeisterung ruft die Idee bei Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hervor. Von einem autofreien Wochenende hält er nicht viel. Wirkungsvoller, wenngleich sich auch das Konsumverhalten ändern müsse, seien Verbesserungen an den Motoren, den Treibstoffen und der Effizienz der Fahrzeuge.

Tuning auf jeden Fall der Versicherung melden

Abgelegt unter: Autos, Versicherung, KFZ — Gerald at 11:54 am on Dienstag, Februar 27, 2007

Tuning ist Geschmackssache. Tiefer legen, Spoiler vorne und hinten, dicker Auspuff und breite Schluffen gehören für viele zum Auto. Nur sollten Tuningfans jede Veränderung auch der Kfz-Versicherung melden, rein um sicher zu gehen, dass sie im Schadensfall nicht den Vollkasko-Schutz verlieren.

Genau das ist jetzt einem Tuning-Freund passiert. Er hatte technische Veränderungen vorgenommen, sie allerdings nicht seiner Vollkasko-Versicherung mitgeteilt. Als der Sohn sich den Wagen lieh und einen schweren Unfall baute, bei dem ein Mensch starb, stellte sie sich quer und wollte den Totalschaden am Fahrzeug nicht begleichen. Das Landgericht Mainz gab erst dem Fahrzeughalter Recht. Doch das Urteil wurde vom Oberlandesgericht Koblenz (AZ 10 U 56/06) aufgehoben.

Das Tuning müsse nicht unbedingt ursächlich für den Unfall sein. Doch es verleite dazu, die Möglichkeiten des Fahrzeuges auszureizen, begründeten die Richter das Urteil. Sie sehen in den Veränderungen die Gefahr erhöhende Umstände. Daher sei der Fahrzeughalter verpflichtet, auch Tuningmaßnahmen an die Versicherung zu melden.

Stichtag für neue Moped-Schilder

Abgelegt unter: Versicherung, Motorräder — Gerald at 11:44 am on Dienstag, Februar 27, 2007

Der 1. März steht vor der Tür. Für Besitzer von Mofa oder Roller der Zeitpunkt, sich um neue Kennzeichen und damit den nötigen Versicherungsschutz zu kümmern. Statt blau-weiß sind in die Schilder in diesem Jahr nun in grüner Schrift gehalten und verpflichtend für alle mit Zweirad, das bis 50 Kubikzentimeter Hubraum hat und bis zu 45 Kilometer die Stunde schnell ist.

Sollte man ohne ein neues Moped-Schild einen Unfall verursachen, trägt man die Kosten selbst. Auch wer so gepackt wird, muss mit einer Strafe rechnen. Daher sollte man sich lieber auf den Weg zur Versicherung seines Vertrauens machen und dort das neue Schild erwerben und möglichst auch eine Teilkaskoversicherung abschließen, damit das geliebte Zweirad zusätzlich gegen Diebstahl geschützt ist.

Ob nun Mofa, Mokick, Motorroller oder Moped: Die Kosten für das neue Schild halten sich in Grenzen. Als Nachweis für die Haftpflichtversicherung sollte man besser nicht darauf verzichten und spätestens am 28. Februar den Schraubenzieher zur Hand nehmen und blau durch grün ersetzen.

Die Kfz-Steuer hat viele Köche

Abgelegt unter: KFZ, Verkehr — Gerald at 1:24 pm on Montag, Februar 26, 2007

Die Diskussion um die Kraftfahrzeugsteuer scheint so langsam an Fahrt zu gewinnen. Stand anfangs nur die Forderung der EU im Raum, den CO2-Ausstoß drastisch zu senken, folgte kurz darauf die Idee, angesichts des Klimawandels den Schadstoffausstoß als Grundlage für die Besteuerung zu nehmen. Damit ist der Reigen noch längst nicht beendet.

Denn jetzt geht es an die Umsetzung der Ideen. Leicht wird es nicht, da viele Köche beteiligt sind. So haben die Länder schon bekundet, die Einnahmen aus der Kfz-Steuer an den Bund zu geben, damit er sich mit der Gestaltung beschäftigen kann. Im Gegenzug fordern die Ländern aber einen Ausgleich. Ziel wäre demnach ein Steuertausch, Kraftfahrzeugsteuer gegen eine andere Steuer. Das kommt für Bundesfinanzminister Peer Steinbrück allerdings nicht in Frage.

Eine ganz neue Idee kommt jetzt von Seiten des früheren UN-Umweltprogramm-Chefs, Klaus Töpfer. Abschaffen und auf den Benzinpreis umlegen, lautet sein Vorschlag für die Kfz-Steuer. Das wäre gleichzeitig ein Anreiz zum Spritsparen und für umweltfreundliche Technik. Brennstoffzelle, Hybridantrieb und Biodiesel würden so wieder verstärkt ins Blickfeld gerückt.

Englische Männer haben etwas gegen Frau am Steuer

Abgelegt unter: Autos, Verkehr, Statistik — Gerald at 2:42 pm on Freitag, Februar 23, 2007

Das große Vorurteil „Frau am Steuer“ scheint noch lange nicht ausgeräumt zu sein, zumindest in Großbritannien. Hier hat eine Autoversicherung eine Umfrage in Auftrag gegeben, mit einem Ergebnis, dass Frauen wie ein Schlag ins Gesicht vorkommen muss: Männer lassen sich nicht gerne von einer Frau fahren.

57 Prozent der 600 befragten Männer – alle im Führerscheinalter – lassen sich grundsätzlich nicht gerne von einer Frau chauffieren. Bei Kurzstrecken stellt sich das ein wenig anders da. Hier können sich 40 Prozent damit abfinden, als Beifahrer neben einer weiblichen Fahrerin zu sitzen. Bei langen Strecken bekommen britische Männer es allerdings anscheinend mit der Angst zu tun. Die Zahl derer, die auch dann eine Frau neben sich am Steuer gut heißen, liegt bei nur elf Prozent.

Eine einzige Ausnahme gibt es, bei der englische Männer froh sind, von einer Frau gefahren zu werden. Wenn sie ordentlich „getankt“ haben und nach Hause gebracht werden wollen. Dann haben 71 Prozent nichts gegen Frau am Steuer einzuwenden.

Fiktiver Schadensersatz nach einem Unfall

Abgelegt unter: Autos, Versicherung, Recht+Gesetz, KFZ — Andre at 10:45 am on Donnerstag, Februar 22, 2007

Ein Unfall ist sicherlich nichts Positives. Für manche Fahrzeuge stellt er allerdings so etwas wie eine Erlösung dar. Dann, wenn sie ohnehin kurz vor der Pensionierung standen. Reparieren lassen muss man sein Auto in dem Fall nicht, darf aber den Schadensersatz fordern. Das sagt das Landgericht Köln (AZ 13 S 4/06). „Fiktiver Schadensersatz“ nennt sich dieses Vorgehen.

Klage eingereicht hatte ein Mann, der sein Auto nach einem Verkehrsunfall nicht mehr reparieren lassen, dennoch die Reparaturkosten erstattet haben wollte. Dafür hatte er sich an eine Markenwerkstatt gewandt und die dortigen Stundensätze für den Schadensersatz eingereicht. Damit war die Versicherung des Unfallgegners nicht einverstanden und forderte ein günstigeres Angebot.

Darauf hat sie laut der Kölner Richter allerdings kein Recht. Die Versicherung dürfe weder vorschrieben, wo, noch ob ein Fahrzeug repariert wird. Jetzt muss die Versicherung den fiktiven Schadensersatz in voller Höhe zahlen.

Schokosüßer VW-Beetle

Abgelegt unter: Autos, Unterhaltsames — Gerald at 1:14 pm on Mittwoch, Februar 21, 2007

Süßer Beetle Zum Valentinstag hat ein chinesischer Autohändler einen VW-Beetle mit rund 200 kg geschmolzener Schokolade überziehen lassen und ihn anschließend ausgestellt. Sieben Leute haben eine Nacht lang daran herumgewerkelt.

Cool, dieser VW Beetle mit Schuss ist einfach die zarteste Versuchung, seit es Schokolade auf Autos gibt.

1,5 Liter auf 100 Kilometer sind bald kein Traum mehr

Abgelegt unter: Autos, Verkehr, Umwelt — Gerald at 12:01 pm on Mittwoch, Februar 21, 2007

Es klingt wie ein Traum, ist aber keiner: Ein Verbrauch von nur 1,5 Litern auf 100 Kilometer bei einem Auto, in dem eine Familie mit zwei Kinder Platz hat. Schon 2009 könnte es soweit sein. „Loremo“ nennt sich das Gefährt, das mit einem 20 PS-Motor 160 Kilometer die Stunde schafft.

Planung und Entwicklung liegen bei der Loremo AG, die mit ihrem Fahrzeug schon im vorigen Jahr beim Genfer Autosalon für Aufsehen sorgte. Tropfenförmig wird er sein und rund 11.000 Euro kosten. Günstig in der Anschaffung und günstig im Verbrauch, das ideale Auto also, auch im Hinblick auf die Sorgen, die der Klimawandel bereitet.

Dem Bayerischen Wirtschaftsministerium war die Idee keinen Cent wert. Man weigerte sich, Fördermittel zur Verfügung zu stellen. Die Firma zog die Konsequenz: Die Loremo AG geht, bis auf ein kleines Büro in Bayern, nach Nordrhein-Westfalen. Hier gibt es 2,3 Millionen Euro vom Land, die unter anderem der Produktion von Prototypen dienen sollen. In NRW freut man sich über das zukunftsfähige Konzept.

Volkswagen, da weisste Bescheid

Abgelegt unter: Unterhaltsames, Bloggen — Gerald at 12:49 am on Mittwoch, Februar 21, 2007

Deutschlands Grevenbroichs berühmtester stellvertretender Chefredakteur Horst Schlämmer läßt die Hosen runter - bildlich gesprochen. Der König der Diskretion hat knallhart ausgepackt und macht Schluss mit den Vermutungen rund um sein Führerschein-Sponsoring:

Volkswagen übernimmt faktisch meinen Führerschein. Und sorgt auch dafür, dass Ihr, Freunde, dokumental live dabei sein könnt. Das schaffe ich doch nicht alleine!

Schließlich gilt letztendlich dreierlei: Der Volkswagen muss rollen, der Horst muss rollen und der Rubel muss rollen, auch wenn er eigentlich ein Euro ist.

Ehrlich gesagt, es ist mir egal wenn der Horst bestechlich. Alle stellvertretenden Chefredakteure sind bestechlich. Ausserdem fahre ich nen Beetle. Da wisst ihr Bescheid.

Die Steuer nach Schadstoffausstoß ist nicht ganz problemfrei

Abgelegt unter: Recht+Gesetz, KFZ, Verkehr — Gerald at 3:32 pm on Dienstag, Februar 20, 2007

Der Schadstoffausstoß des Autos als Grundlage für die Bemessung der Kraftfahrzeugsteuer – die Idee ist nicht unbedingt neu, kommt jetzt angesichts des sich deutlich abzeichnenden Klimawandels aber wieder auf den Tisch. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, beide SPD, sind jedenfalls überzeugt von dem Konzept.

Es soll Anreize geben, sich bei der Wahl des fahrenden Untersatzes umweltbewusst zu verhalten. Plaketten wie sie an Kühlschränken und Wäschetrocknern kleben, mit Hinweisen auf den Stromverbrauch, sollen bald auch die Windschutzscheiben zieren, mit einem Verweis auf den Grad der Umweltfreundlichkeit. Eine Mehrbelastung soll damit nicht auf die Autofahrer zukommen. „Jeder soll sich auch in Zukunft das Auto und die Tankfüllung leisten können“, gibt Tiefensee Entwarnung.

Das Problem werden aber die Länder sein. Denn die Kfz-Steuer steht den Ländern zu. Und die werden sehr genau schauen, ob ihnen durch ein neues System eventuell Einnahmen verloren gehen. Niemand weiß, ob das Steueraufkommen auch bei der Bemessung nach dem Schadstoffausstoß konstant bleibt oder der Anreiz, Steuern sparen zu können, für Mindereinnahmen sorgen wird. Hinzu kommt eine organisatorisch nur schwerlich zu stemmende Typisierung der Fahrzeuge, immerhin 40 Millionen in Deutschland.

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