Mo, 29th Januar, 2007 - Posted by
Erst gab es Diskussionen um farbige Plaketten an den Autos, die demnächst jeder an sei Fahrzeug pappen darf. Was die EU-Kommission nun fordert, geht den deutschen Automobilherstellern allerdings zu weit: Ein Grenzwert von 120 Gramm pro Kilometer für den CO2-Ausstoß, der bis 2012 von den Produzenten eingehalten werden soll. Klimaschutz, so die Bosse der Autoindustrie, der zehntausende Arbeitsplätze kosten kann.
In einem Brief wandten sich jetzt Norbert Reithofer (BMW), Bernhard Mattes (Ford-Deutschland), Hans Demant (Opel), Martin Winterkorn (VW) und Dieter Zetsche (DaimlerChrysler) an die EU-Kommission. Sie befürchten schwerste Verwerfungen, die sowohl die Automobil-, als auch deren Zulieferindustrie betreffe. Damit greife die Kommission in die Zukunft der Branche ein. Vor allem der deutsche Markt sei durch die Pläne massiv betroffen. Es käme zu Wettbewerbsverzerrungen und zur Schwächung vieler europäischer Standorte, was durchaus zur Abwanderung und somit zu Arbeitsplatzverlusten führen könne.
Da die geplante Regelung äußerst umstritten ist, muss sich zeigen, ob der gesetzliche Grenzwert kommt – der einem Verbrauch von rund fünf Litern Benzin bzw. 4,5 Litern Diesel je 100 Kilometer entspricht – oder es bei einer freiwilligen Regelung bleibt. Schon 1998 hatte die Autoindustrie sich zu einem Grenzwert von 140 Gramm CO2 pro Kilometer bis 2008 verpflichtet. Bei deutschen Neuwagen liegt der Wert derzeit bei rund 170 Gramm.
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