Satellitengestütztes Versicherungsmodell
Die UNIQA Sachversicherung aus Österreich arbeitet mit Hochdruck an einem neuen Kfz-Versicherungs-Modell, das vermutlich bereits ab Herbst dieses Jahres auf den Markt kommen wird. Profitieren sollen von dem Konzept, in dem zwei Jahre Entwicklungsarbeit stecken, vor allem Wenigfahrer.
Denn die Prämie richtet sich ganz nach der Nutzung des Fahrzeugs. Kontrolliert wird sie durch eine Navi-Box, die ins Auto eingebaut wird. Sie ermittelt nicht nur die gefahrenen Kilometer, sondern auch, wo gefahren wird. Da das Unfallrisiko im Stadtverkehr höher ist als auf der Landstraße, werden jene belohnt, die nur wenig mit dem eigenen Auto in der Stadt unterwegs sind. Übermittelt werden die Daten, die über eine Karte abgeglichen werden, einmal täglich. Aus ihnen ergibt sich dann die Versicherungsprämie.
IT, Satellitennavigation und das Handynetz arbeiten bei diesem Modell Hand in Hand. So wird dank der eingebauten Navi-Box, die über einen Crash-Sensor verfügt, bei einem Unfall automatisch Alarm ausgelöst. Der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club wird informiert und kann nachfragen, ob Hilfe nötig ist. Zudem gibt es eine Notfalltaste. Mit ihr kann man im Ernstfall Polizei und Rettungskräfte rufen. Getestet wird das Versicherungsmodell derzeit mit 300 Fahrzeugen. Die ersten Ergebnisse sprechen für sich.

