Mo, 8th Januar, 2007 - Posted by
Die letzten Monate des vergangenen Jahres brachten Reifenhändler und Kfz-Werkstätten regelrecht ins Schwitzen und spülten ordentlich Geld in ihre Kassen. Die Änderung der Straßenverkehrsordnung, wonach Winterreifen oder zumindest der Witterung in Herbst und Winter angepasste Reifen Pflicht wurden, versetzte so manchen Autofahrer in Zugzwang, um im Ernstfall nicht den Versicherungsschutz zu verlieren. Da gab es plötzlich Tagespreise für „Gummischluffen“ und Termine nur mit langer Wartezeit. Heute sind die Lager voll.
Die Angst, nicht genug Nachschub liefern zu können, hat die Hersteller Übermengen produzieren lassen, die jetzt wie Sauerbier in den Regalen liegen. Grund war unter anderem die Warnung des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk mit Sitz in Bonn, dass es zu Engpässen kommen könnte, aufgrund der höheren Mehrwertsteuer und der neuen Straßenverkehrsordnung. Die Nachfrage war zwar da, doch nicht in dem Maße wie angenommen.
Und eines hatte wohl weder der Bundesverband noch die Händler bedacht. Der Winter ist zwar kalendarisch da, zeigt sich aber von einer ungewohnt milden Seite. Schnee ist Mangelware und Minustemperaturen haben Seltenheitswert. Das Wetter entspricht ganz und gar nicht dem, was man zu dieser Jahreszeit eigentlich erwarten dürfte. Für alle, die sich 2006 noch nicht dazu durchringen konnten, ihrem Auto einen Satz neue Winterreifen zu spendieren, ist das ein echter Glücksfall. Denn die Preise bewegen sich entgegen der Temperaturen deutlich nach unten.
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