Nicht den Schadensfreiheitsrabatt riskieren
Da fährt man jahrelang unfallfrei und dann kracht es. Unangenehm, vor allem, wenn man den Crash selbst verursacht. Den Schaden über die Kfz-Haftpflichtversicherung regeln zu lassen, kann dann wesentlich teurer kommen, als die Reparaturkosten aus eigener Tasche zu zahlen.
Das liegt daran, dass die Versicherungen den Schadensfreiheitsrabatt herabsetzen. Das Beispiel eines jungen Fahrers mit Schadensfreiheitsklasse 2 zeigt, wie drastisch sich das auswirken kann. Durch den Unfall fällt er in Klasse 1/2, zahlt statt 1.000 Euro nun 1647 Euro und muss auch in den Folgejahren drauflegen, da es seine Zeit dauert, bis der ursprüngliche Status wieder hergestellt ist. 2675 Euro kostet ihn der Unfall alles in allem. Da lohnt es sich durchaus, den Schaden selbst zu regulieren.
Ab wann genau dies der Fall, kann mit dem Grenzwertrechner der Stiftung Warentest ermittelt werden. Hier sind 126 Kfz-Haftpflicht- und Vollkasko Tarife berücksichtigt. Das Programm – eine Anwendung für Excel – kann kostenlos bei der Stiftung Warendorf herunter geladen werden. Ein weiterer Tipp der Tester: Wer den Führerschein schon lange hat, sollte darauf achten, dass in seinem Vertrag ein Rabattretter vorgesehen ist. Damit wird verhindert dass der Beitrag mehr als 30 Prozent steigt.
