Vor einigen Wochen ist Autobild unter die Blogger gegangen. Das AUTO Bild-Blog schickt sich an die Auto-Blogger Szene aufzumischen. Noch ist es zu früh um abzuschätzen, ob und wie sich das neue Auto-Blog in der Blogosphäre schlagen wird. Aber die Zeit arbeitet für das neue Flagschiff.
Mit über einem Dutzend Autoren, einem großen Fundus an Bild und Textmaterialien, dem Axel Springer Verlag im Hintergrund und entsprechenden Werbemöglichkeiten im Vordergrund, dürfte es nur ein Frage der Zeit sein, bis das AUTO Bild Blog sich an die Spitze der Auto-Blogger Charts gesetzt haben dürfte.
Bis dahin wird man sicher noch ein einiges über die Blogosphäre und das eigene Blogverständnis lernen und erfahren dürfen - und je nach dem Grad der Lernwilligkeit und Anpassungsfähigkeit (hoffentlich) auch den Wandel vom Journalisten zum (Vollblut-)Blogger vollziehen können.
Robert Basic ist skeptisch, ihm fehlt der Geruch von Motorenöl und Gummi im neuen Blog. Da mag er nicht ganz falsch liegen, noch riecht es nach frischer Farbe und die persönliche Note kommt nicht durch. Doch seien wir fair, viele Blogs haben ihre Startschwierigkeiten und durchlaufen eine Selbstfindungsphase, doch mit der Zeit gehen sie entweder ihren Weg oder werden still und leise beerdigt. Letzteres wird beim Auto Bild Blog nicht passieren, eher wird es zu der vom Media-Blog beschworenen Wachablösung kommen.
Die A- wie Amateur-Blogger werden in Kürze Vollblut-Journalisten gegenübersitzen und mit deren Ressourcen um das knappe Gut Aufmerksamkeit konkurrieren.
Nachtrag: Sehe gerade noch einen neuen Beitrag zum Thema Ablösung der A-Blogger auftauchen:
Aber eine Verdrängungsgefahr sehe ich nicht. Eben weil unsere Blogs weiterhin Blogs bleiben werden, während die kommerziellen Projekte eben nur bisherige Formate in einer anderen Form verpacken.
Das ist ein schöner Punkt. Ich erwarte, dass die Medien/Firmen/Verlags-Blogger sich der Blogosphäre mit der Zeit anpassen werden. Ansonsten werden sie von der Blogosphäre nicht akzeptiert und auch nicht inhaliert werden. Dann reicht es höchstens noch für den eigenen Blogger-Kosmos, prall gefüllt mit Journalisten und Kommerz-Strategen. Möge uns diese Entwicklung erspart bleiben.