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Motorradversicherung

Kaum verabschiedet sich der Winter, können es viele Biker kaum erwarten, ihre Maschinen für die kommende Saison flott zu machen. Ein Motorrad sollte aber nicht nur in perfektem technischem Zustand sein – auch auf die richtige Versicherung kommt es an. Schließlich gilt in Deutschland für Motorräder genau dieselbe Versicherungspflicht wie für Pkw. Und damit diese Pflichtversicherung nicht zu teuer wird, gilt es die Tarife von Motorradversicherungen miteinander zu vergleichen. Mittlerweile kann eine Haftpflichtversicherung für Krafträder, so ihre offizielle Bezeichnung, sehr günstig abgeschlossen werden. Allerdings sind damit analog zur Kfz-Haftpflichtversicherung lediglich die Schäden abgedeckt, die Dritten im Rahmen eines Unfalls entstehen. Wer sich auch gegen Schäden an der eigenen Maschine absichern will, benötigt darüber hinaus einen Kaskoschutz.
Motorradversicherungen vergleichen

Typ- und Regionalklassen auch in der Motoradversicherung?

Motorradversicherungen unterscheiden sich im Prinzip kaum von Kfz-Versicherungen – zumindest im Hinblick auf die Regionalklasse. Unter anderem die Zulassungsregion entscheidet darüber, wie hoch der Beitrag zur Motorrad-Haftpflicht ausfällt. Naturgemäß zahlen Biker, die in der Stadt unterwegs sind, aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens und der damit verbundenen, statistisch höheren Schadenswahrscheinlichkeit einen höheren Beitrag als Motorradfahrer in ländlichen Regionen.

Im Gegensatz zur Kfz-Versicherung gibt es in der Motorradversicherung allerdings keine Typklasse. Bei Pkws berechnen die Assekuranzen abhängig vom Modell unterschiedlich hohe Beiträge. Ist ein Fahrzeugtyp bzw. ein Modell statistisch betrachtet besonders häufig in Unfälle verwickelt, fällt die Versicherungsprämie dafür relativ hoch aus. Ist ein Fahrzeugtyp laut Statistik relativ selten in Unfälle verwickelt, zahlt der Besitzer entsprechend niedrigere Beiträge. In der Motorradversicherung erfolgt die Tarifeinteilung jedoch nicht explizit nach Typen bzw. Modellen, sondern nach Hubraum und Geschwindigkeit. Dabei unterscheidet man prinzipiell zwischen Kraftrad, Kleinkraftrad, Leichtkraftrad und Kraftroller.

Motorrad-Haftpflichtversicherung

Wie bereits gesagt unterliegen Motorräder ebenso einer Versicherungspflicht wie Pkw. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob man nun eine Shopper, eine Rennmaschine oder ein Moped fährt: Alle motorisierten Fahrzeuge in Deutschland, die 6 km/h oder mehr fahren können, dürfen nur mit einem entsprechenden Versicherungsschutz bewegt werden. Die Haftpflichtversicherung kommt immer dann ins Spiel, wenn Unfallgegner bzw. Dritte aufgrund eines Unfalls einen Schaden erleiden. Neben Sachschäden kann es dabei auch zu Personenschäden kommen, die enorme Kosten nach sich ziehen können. Es ist daher nicht nur wichtig, generell über eine Haftpflichtpolice zu verfügen – sie sollte auch eine ausreichend hohe Versicherungssumme, optimaler Weise 100 Mio. Euro pauschal, aufweisen.

Die Beitragshöhe zur Motorrad-Haftpflichtversicherung ist insbesondere von Hubraum und Geschwindigkeit der versicherten Maschine abhängig. Zu den weiteren Einflussfaktoren zählen die Zulassungsregion und die persönlichen Voraussetzungen des Fahrers. Insbesondere junge Biker unter 25 müssen die Erfahrung machen, dass sie zum einen nur bestimmte Maschinen fahren dürfen und zum anderen auch kräftig bei der Motorradversicherung zur Kasse gebeten werden – je weniger Fahrpraxis ein Biker hat und je jünger er ist, desto teurer wird der Versicherungsschutz.

Motorrad-Kaskoversicherung

Die Haftpflichtversicherung ist für Motorradfahrer verpflichtend – allerdings kommt sie nicht für Schäden an der eigenen Maschine auf. Insbesondere wenn das Bike neu oder besonders wertvoll ist – man denke nur an Custom-made-Bikes oder Maschinen wie Harley & Co. – kann ein Schaden ein großes Loch ins Portmonee reißen. Gut, wer dafür vorgesorgt hat: Auch für Motorräder ist es möglich, eine Kaskoversicherung abzuschließen. Wie im Kfz-Bereich unterscheidet man dabei zwischen Teil- und Vollkasko: Während die Vollkasko einen vollumfänglichen Schutz bietet, sichert die Teilkasko insbesondere gegen Schäden wie Brand und Explosion, Diebstahl, direkte Schäden durch Wetterphänomene (Blitz, Hagel, Sturm, Überschwemmung), Kollision mit Haarwild, Schäden durch Marderbiss oder Kurzschluss und Bruchschäden an der Verglasung ab.

Wie auch bei der Motorrad-Haftpflichtversicherung gibt es in der Kaskoversicherung einen Schadenfreiheitsrabatt, der hilft, die Versicherungsbeiträge auf Dauer zu senken bzw. niedrig zu halten. Dabei gilt: Je länger man unfallfrei fährt, desto höher der Rabatt. Wer seine Prämie darüber hinaus senken will, kann über die Möglichkeit einer Selbstbeteiligung nachdenken. Je höher die vereinbarte Selbstbeteiligung, desto günstiger gestalten sich die Beiträge.

So versichern sich Motorradfahrer günstiger

Wer Auto- und Motorradversicherung vergleicht stellt schnell fest, dass Motorradfahrer für ihren Versicherungsschutz i.d.R. weniger ausgeben müssen als Autofahrer. Um einen wirklich geringen Beitrag zur Motorradversicherung leisten zu müssen, bedienen sich viele Biker darüber hinaus einiger Kniffe und Tricks. So nutzen die meisten Motorradfahrer ein Saisonkennzeichen. Das hat zwar zur Folge, dass das Bike außerhalb der Saison (des vereinbarten Zeitraums) nicht bewegt und auch nicht im öffentlichen Raum abgestellt werden darf – dafür sinkt jedoch der Versicherungsbeitrag. Möglich ist es darüber hinaus auch, beim Versicherer nach Rabatten zu fragen. Die Vielzahl möglicher Rabatte ist erstaunlich hoch: Mit ABS ausgerüstete Bikes erhalten beispielsweise ebenso einen Nachlass auf die Prämie wie Bikes, deren Fahrer bestimmten Berufsgruppen (z.B. Beamte, Akademiker, Steuerberater oder Studenten) angehören. Ein ebenso verbreiteter Trick ist es, das Motorrad als Zweitwagen zu versichern: Einige Versicherer gewähren dabei nicht nur einen Rabatt auf den Beitrag, sondern stufen den Fahrer auch gleich in eine höhere Schadenfreiheitsklasse ein.

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Fotorechte stoyanh, Canstockphoto