Autoversicherung für Beamte
Versicherungsmathematiker arbeiten mit komplizierten Formeln, vielen Statistiken und noch mehr Zahlen, um sich ein genaues Bild davon zu machen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Kunden Leistungen in Anspruch nehmen. Typische Beispiele aus der Sparte Kfz-Versicherung sind in diesem Zusammenhang die Regional- und Typklassen. Hinzu gesellt hat sich im Laufe der Jahre auch der Berufsstatus. Das hießt, es macht durchaus einen Unterschied, ob die Autoversicherung für Beamte, Handwerker oder Büroangestellte kalkuliert wird. Klar im Vorteil sind in dieser Hinsicht Beamte und Akademiker. Sie sind, rein statistisch gesehen, wesentlich seltener in Unfälle verwickelt als andere Berufsgruppen und fahren daher meist etwas günstiger.
Der Beamtentarif oder kurz: B-Tarif
Das spiegelt sich auch in den speziellen Tarifen wider, die einige Gesellschaften für Beamte, Arbeiter und Angestellte des öffentlichen Dienstes – zum Teil auch Mitarbeiter ähnlicher Organisation – anbieten. Das Stichwort lautet Beamtentarif oder kurz B-Tarif. Ob eine Kfz-Versicherung für Beamte angeboten wird oder nicht, liegt ganz im Ermessen der Assekuranz. Die Unternehmen sind jedenfalls nicht dazu verpflichtet die Tarife für Beamte günstiger zu gestalten oder Rabatte einzuräumen. Daher lässt sich nicht pauschal sagen, ob Beamte bei der Kfz-Versicherung fünf, zehn, 15 oder gar 20 Prozent sparen können. Deshalb sollte auch für die potenziellen Nutznießer der B-Tarife ein Kfz-Versicherungsvergleich obligatorisch sein, ehe man sich für einen Anbieter entscheidet. Denn es bietet sich durchaus Sparpotenzial.Auf die Versicherungsbedingungen achten
Wer dabei auf einen reinen Beamtentarif setzt, sollte sich über die Rahmenbedingungen im Klaren sein. Denn es gehört etwas mehr dazu als nur der Berufsstatus, um bei der Kfz-Versicherung zu sparen, gleich ob es sich um Pkw, Kraftrad oder Campingfahrzeug handelt. Der B-Tarif gilt einerseits nur für den Hauptberuf, was kein Problem darstellen sollte. Der größere Haken lauert in der Vorschrift, wer das Auto fahren darf: Bei einigen Gesellschaften ist es nur dem Beamten bzw. dem Vertragspartner gestattet. Wenn der Mann beamtet ist und die Frau zum Beispiel in einer Bäckerei jobbt, ist es im Rahmen der reinen Autoversicherung für Beamte nur ihm gestattet, sich hinter das Lenkrad zu setzen. Sollte der Beruf später einmal gewechselt werden, ist es ebenfalls vorbei mit dem B-Tarif. Stellt sich die Frage, ob man mit diesen Einschränkungen leben kann und möchte.Beamte fahren günstiger
Deshalb lohnt es sich, genau zu vergleichen. Denn Beamte sind, wie bereits erwähnt, als Kunden recht begehrt. Die Fachzeitschrift „Auto, Motor und Sport“ titelte zur Wechselsaison 2009/2010 nicht umsonst „Beamte fahren am preiswertesten“. Dabei beruft sich das Magazin auf den eigenen Kfz-Versicherungsvergleich. Musterkunde war in dem Fall ein 40-jähriger Beamter, der 18 Jahre unfallfrei unterwegs ist, eine Eigentumswohnung besitzt, 12.000 Kilometer im Jahr fährt und dessen Frau (38) ebenfalls den versicherten BMW 318i nutzt. Mit Vollkaskoschutz bei einem Selbstbehalt von 300 Euro kostet die Kfz-Versicherung für Beamte ab 190,91 Euro. Der teuerste Anbieter im Vergleich verlangte 238,26 Euro. Ähnliche Ergebnisse lieferte auch unser Kfz-Versicherungsvergleich für Beamte, ausgehend von einem 46-Jährigen mit neuem Passat 1,6 FSI, Carport, 9.000 Kilometern pro Jahr, Schadensfreiheitsklasse 23 und einem Mitfahrer bzw. einer Mitfahrerin. Der günstigste Versicherer verlangte 173,15 Euro. Die Spanne reichte bis 211,44 Euro.Die Vergleiche zur Autoversicherung für Beamte ergeben ein recht klares Bild, welche Unternehmen am rabattfreudigsten sind: Die Assekuranzen, die gemeinhin als Beamtenversicherer gelten. Dazu gehört neben der HUK-Coburg respektive der HUK24 als Direktversicherer auch die DEVK. Mit günstigen Tarifen für Beamte hat sich, zumindest zum Jahr 2010, auch die WGV hervorgetan. Da der Markt ständig im Fluss ist und der Konkurrenzkampf seit Jahren tobt, rentiert es sich, die Angebote zu vergleichen und mit seinen Pfunden zu wuchern, in dem Fall mit dem Beamtenstatus.





