Unwucht
Die Aussage, dass es sich dabei um einen Reifen handelt, der nicht richtig „rund“ läuft, stimmt nur zum Teil. Denn das Phänomen ist eher eine Auswirkung der Unwucht. Wer eine Unwucht genau erklären will, muss sich der Physik bedienen und zwar der Mechanik im Speziellen. Hier taucht der Begriff einer Unwucht in der Rotationsbewegung von Körpern wieder auf. An dieser Stelle muss aber zwischen der dynamischen und statischen Unwucht unterschieden werden. Letztere ist dadurch gekennzeichnet, dass die Rotation zwar immer in einer Ebene stattfindet, sich aber die Rotationsachse und der Schwerpunkt verschieben.
Bei der dynamischen Unwucht bleibt dagegen der Schwerpunkt bestehen, die Rotationsachse und damit die Rotationsebene bewegen sich dagegen in einer Kreiselbewegung um den Schwerpunkt. Schuld ist bei beiden Effekten eine ungleiche Verteilung der Massen. Für den ersten Fall, die statische Unwucht, wäre zum Beispiel ein Gewicht auf nur einer Seite des Rotationskörpers verantwortlich, das kein Gegenüber hat. Die dynamische Unwucht entsteht dagegen aufgrund der Tatsache, dass es an zwei verschiedenen Stellen zu einer ungleichen Massenverteilung kommt. Für einen Autofahrer ergibt sich aus der letzteren Variante die Konsequenz des flatternden Reifens.
Wie lässt sich eine Unwucht aber beheben? Oder muss gleich der ganze Reifen entsorgt werden? Natürlich können Autofahrer beruhigt aufatmen, denn eine Unwucht, gleich welcher Art, lässt sich ohne Weiteres in der Autowerkstatt wieder ausgleichen. Dazu wird einfach gemessen, an welcher Stelle die ungleichen Massen auftreten. Entsprechend dem Messergebnis kann durch ein Anbringen von Gegengewichten das „Flattern“ bei hohen Umdrehungsgeschwindigkeiten wieder ausgeglichen werden.







