TÜV
Ein weiteres Vorurteil gegenüber dem TÜV, welches sich bei genauerem Hinsehen aber ebenfalls als falsch entpuppt, betrifft dessen Status. In der Bevölkerung ist immer noch die Ansicht weit verbreitet, dass es sich beim TÜV um eine Bundesbehörde handelt, was aber in keiner Weise den Tatsachen entspricht. Es handelt sich vielmehr um eine Gesellschaft aus der privaten Wirtschaft, die zumindestens zu einem Viertel mit den TÜV-Vereinen verbunden sein muss. Diese TÜV-Gesellschaften wurden durch Bundesbehörden lediglich anerkannt und dürfen im Gegenzug die weiter oben angesprochenen Aufgaben übernehmen, welche eigentlich dem Staat zufallen würden.
Wie sind die einzelnen Gesellschaften aber letzten Endes entstanden? Maßgeblich an der Bildung des TÜV beteiligt waren die Bestrebungen einzelner Unternehmenszweige während der Zeit der Industrialisierung. In dieser Phase häuften sich die Unfälle durch technische Anlagen, was zur Folge hatte, dass eine Prüforganisation ins Leben gerufen wurde. Diese beschränkte sich ursprünglich nur auf die Fabrikbesitzer, in deren Unternehmen Dampfkessel betrieben wurden. Durch den herausragenden Erfolg dieser privaten Prüfungsvereine wurde sehr bald deren Aufgabenspektrum auch auf andere technische Anlagen ausgeweitet. Trotz der großen Häufigkeit, mit welcher die Verbraucher im Alltag mit dem TÜV in Berührung kommen, ist er doch dem großen Teil der Bevölkerung nur aufgrund der Sachverständigentätigkeit im Kfz-Bereich bekannt.




