Solvabilität
Je besser es um die Eigenmittel des Unternehmens bestellt ist, desto höher fällt die Solvabilität aus. Was die Interpretation des Wertes betrifft, so kann Folgendes gesagt werden: Je höher die Solvabilität bemessen ist, desto besser ist dies für den Versicherungsnehmer, weil somit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Versicherungsschäden auch reguliert werden.
Dennoch handelt es sich bei der Solvabilität um einen Wert, der für den Verbraucher nur bedingt von Bedeutung ist. Wer sich auf die Suche nach einer Versicherung begibt, braucht nicht unbedingt darauf achten, wie es um die Solvabilität der einzelnen Versicherer bestellt ist. Zwar ist es von Vorteil, wenn diese sehr hoch bemessen ist, allerdings gibt es Kriterien, die von wesentlich höherer Bedeutung sind. In erster Linie sollte man als Verbraucher immer darauf achten, dass der Versicherungsschutz so bemessen ist, dass die persönlichen Anforderungen allesamt erfüllt sind. Des Weiteren sollte das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen: Es muss nicht sein, dass man unnötig hohe Versicherungsbeiträge errichtet.
Für den Verbraucher ist die Solvabilität nicht so sehr von Bedeutung, weil die Versicherer ihre Schäden ohnehin nur selten aus ihren Eigenmitteln regulieren. Die meisten Versicherer schließen selbst Versicherungen, so genannte Rückversicherungen, ab. Wenn es zu einem Schaden kommt, muss der Versicherer nicht zwingend in die eigene Kasse greifen, damit eine Schadensregulierung erfolgen kann. Gegebenenfalls werden auf diesem Weg gewisse Leistungen im Vorfeld erbracht bzw. vorfinanziert, doch letzten Endes zahlen meisten die Rückversicherer.







