Restwert
Wer heutzutage ein Auto finanzieren oder leasen möchte, sollte unbedingt auf den Restwert achten. Damit ist gemeint, dass überprüft wird, wie dieser ermittelt und zu welchem Zeitpunkt er festgesetzt wird – immerhin entscheidet er maßgeblich darüber, mit welchen Kosten zu rechnen ist.
Lange Zeit war es üblich, dass die Anbieter die Restwerte der Fahrzeuge im Voraus kalkuliert und dann vertraglich fest vereinbart haben. Weil sich die Ermittlung von Fahrzeugrestwerten jedoch immer schwieriger gestaltet und die Fahrzeuge unter Umständen deutlich mehr an Wert verlieren können, gehen immer mehr Anbieter dazu über, das Risiko auf den Kunden abzuwälzen. In der Praxis sieht dies wie folgt aus: Die Finanzierung oder auch der Leasingvertrag werden auf Basis eines geschätzten Restwerts kalkuliert und abgeschlossen. Spätestens am Ende der Laufzeit wird der genaue Restwert ermittelt und dann endgültig festgesetzt. Sollte der Restwert dann niedriger als angenommen ausfallen, so zahlt der Kunde drauf bzw. muss er eine zusätzliche finanzielle Leistung, meist in Form einer Abschlussrate, erbringen.
Allen Interessenten kann deshalb nur dazu geraten werden, bei Verträgen dieser Art sehr vorsichtig zu sein. Hinsichtlich der Kalkulationssicherheit ist es immer besser, wenn ein fester Restwert einkalkuliert wird und das Autohaus, das Leasingunternehmen oder die Bank das so genannte Restwertrisiko trägt.
Von nicht ganz so hoher Bedeutung ist die Restwertkalkulation, wenn man das bisher geleaste Fahrzeug am Ende der Laufzeit kaufen möchte. In solch einem Fall macht es keinen Unterschied wie es um den Restwert bestellt ist, schließlich werden in solch einem Fall die bisher erbrachten Raten vom ursprünglichen Kaufpreis abgezogen, so dass man letzten Endes unabhängig vom zunächst ermittelten Restwert immer denselben Gesamtbetrag bezahlt.







