Partikelfilter
Die Filterung der Partikel erfolgt auf dem mechanischen Weg. Dies hat zur Folge, dass die Partikel im Filter haften bleiben. Damit sich der Partikelfilter nicht zusetzen und verstopfen kann, führt dieser eine Selbstreinigung durch. Diese erfolgt beim Zurücklegen längerer Strecken bzw. beim Erreichen höherer Geschwindigkeiten: Bei Fahrten auf der Landstraße oder auf der Autobahn kann genügend Druck aufgebaut und der Partikelfilter sozusagen durchgepustet werden, wobei eine gleichzeitige Verbrennung der gesammelten Partikel erfolgt. Im Stadtverkehr kann dies nicht erfolgen – daher ist es wichtig, mit den Fahrzeugen von Zeit zu Zeit über die Landstraße oder Autobahn zu fahren, damit der Filter nicht verstopft und die Abgasanlage beschädigt.
Mittlerweile ist der Rußpartikelfilter nicht mehr wegzudenken: Er trägt maßgeblich zur Reinigung der Abgase bei und sorgt somit für eine bessere Einstufung bei der Schadstoffklasse. Damit Dieselfahrzeuge in eine günstige Schadstoffklasse eingestuft werden können, muss der Partikelfilter zwingend vorhanden sein. Selbiges gilt auch, wenn eine grüne oder zumindest gelbe Feinstaubplakette erlangt werden soll: Ohne Partikelfilterung ist der Erhalt einer solchen Plakette nahezu unmöglich.
Der serienmäßige Einbau des Filters erfolgt erst seit vergleichsweise kurzer Zeit. Daher befinden sich immer noch relativ viele Dieselfahrzeuge im Umlauf, die über keine Partikelfilterung verfügen. Deren Besitzer denken jedoch immer häufiger über eine Nachrüstung nach. Immerhin ist die Nachrüstung bei einem Großteil der Fahrzeuge möglich: Entsprechende Nachrüstsets werden inzwischen von mehreren Herstellern angeboten. Das Interesse an einem nachträglichen Einbau ist vergleichsweise groß, was vor allem auf die Einführung der Umweltzonen zurückzuführen ist: Durch den nachträglichen Einbau eines Partikelfilters können die Autofahrer die benötigte Plakette erhalten und somit die Umweltzonen straffrei passieren.




