Ortsumgehung
Die Umsetzung einer Ortsumgehung erfolgt fast immer durch die Einrichtung sogenannter Umgehungsstraßen, bei welchen es sich zumeist um Schnellstraßen bzw. Bundesstraßen handelt. Auf diese Weise kann der Verkehr an den einzelnen Orten bzw. Städten und Gemeinden sicher vorbeigeleitet werden.
Bereits seit vielen Jahrzehnten sind Ortsumgehungen sowie Umgehungsstraßen in zahlreichen Städten und Gemeinden ein großes Thema. Es sind vor allem die Anwohner, die direkt an den Hauptstraßen wohnen und sich über den vielen Verkehr beschweren. Immerhin verursacht dieser oftmals eine Menge Verkehrslärm und sorgt für eine unnötige Umweltbelastung – unnötig vor allem deshalb, weil es sich größtenteils um sogenannten Durchgangsverkehr handelt. Dies bedeutet, dass die Verkehrsteilnehmer die jeweiligen Orte einfach nur durchfahren.
Die Problematik besteht oftmals darin, dass sich viele Anwohner eine entsprechende Umgehungsstraße wünschen, die Städte und Länder dem Vorhaben jedoch nicht zustimmen. In den meisten Fällen ist die fehlende Zustimmung auf leere Kassen zurückzuführen: Die Kassen der Gemeinden und Länder (welche entsprechende Vorhaben meist ordentlich bezuschussen müssen) sind leer, weshalb das für die Umsetzung erforderliche Kapital fehlt. Außerdem spielt auch immer die Lokalpolitik eine wichtige Rolle: Zumeist würde es nicht reichen, lediglich eine Ortschaft mit einer Ortsumgehung zu beglücken – in den meisten Regionen führen die stark befahrenen Bundesstraßen oftmals von einer Ortschaft zur nächsten und ziehen sich dabei mitten durch die Ortskerne. Schuld ist die frühere Ansiedlungspolitik: Die einst sehr praktische Verkehrsanbindung ist in der heutigen Zeit zu einem Umwelt- und Lärmproblem avanciert.







