Nothalteassistent
Der Nothalteassistent soll dieses Problem nachhaltig lösen. Zwar kommt es in der Praxis eher selten vor, dass sich Autofahrer aufgrund eines körperlichen Problems plötzlich nicht mehr in der Lage befinden, ihr Fahrzeug kontrolliert zu stoppen. Jedoch möchten die Autohersteller auch dieses Problem mithilfe des Nothalteassistenten in den Griff bekommen. Das Prinzip ist im Grunde genommen denkbar einfach: Das Fahrzeug bzw. ein Überwachungsmodul befindet sich in der Lage, den Zustand des Autofahrers zu überprüfen und zu erkennen, wenn sich dieser plötzlich nicht mehr in der Lage befindet, das Fahrzeug zu kontrollieren. Sollte es beispielsweise zu einer Atemnot oder gar einem Herzinfarkt kommen, wird der Nothalteassistent aktiviert. Dessen Aufgabe besteht darin, das Fahrzeug sicher zu stoppen.
Ein sicherer Stopp bedeutet nicht nur ein plötzliches Halten. Stattdessen geht es darum, das Fahrzeug sicher am Rand der rechten Fahrspur zum Stehen zu bringen. Dies bedeutet zunächst einmal, dass das Warnblinklicht aktiviert werden muss. Gleichzeitig wird die Fahrtgeschwindigkeit gezielt verringert und es wird versucht, rechts an den Fahrspurrand zu fahren. Das kontrollierte Herabsenken der Geschwindigkeit sowie ggf. die Durchführung eines Spurwechsels stellen für den Nothalteassistenten die größte Herausforderung dar. Es werden zahlreiche Daten benötigt, um solch ein Manöver eigenständig durchführen zu können. So müssen beispielsweise etliche Abstandssensoren aktiviert und deren Daten ausgewertet werden.
Noch (Stand 2009) ist der Nothalteassistent für Serienfahrzeuge nicht verfügbar. Einige Autohersteller arbeiten jedoch an entsprechenden Systemen und können beeindruckende Ergebnisse vorweisen, weshalb in einigen Jahren mit einer Verfügbarkeit zu rechnen ist.







