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Motorsteuerung

Heutige Motoren haben mit ihren Vorgängern aus der Zeit des ersten oder zweiten Weltkrieges nur noch wenige Gemeinsamkeiten. Im Lauf der Zeit wurden die einzelnen Bauteile immer komplizierter und ausgefeilter. Inzwischen werden Motoren sogar mit eigenen Steuergeräten ausgerüstet, die eigens dafür entwickelt wurden, den reibungslosen Betrieb zu ermöglichen. Die Motorsteuerung besteht aus einem kleinen Computer, welcher die Funktionsdaten und hiermit den IST-Zustand des Motors überwacht. Zu diesem Zweck kommen verschiedenste Sensoren zum Einsatz, die unter anderem die Zündung, das Luft-Kraftstoff-Gemisch oder die Abgase überprüfen.

Mit Hilfe dieser Werte kann das Steuergerät den momentanen Zustand mit den SOLL-Werten vergleichen. Entsprechend der Abweichung einzelner Daten wird der Rechner Veränderungen vornehmen, um zu gewährleisten, dass der Motor im optimalen Leistungsbereich arbeitet. Hierzu kann der Zündzeitpunkt oder die Zusammensetzung des Kraftstoffgemischs verändert werden, um den Verbrennungsvorgang anzupassen. Um alle Operationen auch in der entsprechenden Zeit vornehmen zu können, muss der Prozessor über eine bestimmte Leistung verfügen. Zudem sind in manchen Steuergeräten Prozesse eingebaut, die in Abhängigkeit von der Drehzahl stattfinden, was eine möglichst genaue Sensorik voraussetzt.

Um die Leistungsdaten der Motoren empfangen, auszuwerten und darauf reagieren zu können wird für die Motorsteuerung eine analoge/digitale Schnittstelle notwendig, welche die Befehle des Steuergerätes in veränderte Ventileinstellungen oder Ähnliches umsetzt.
Heute zählt die Motorsteuerung zu den wichtigsten Komponenten moderner Fahrzeuge. Zudem wird das Steuergerät gern für das Auto-Tuning benutzt. Mit Hilfe geeigneter Hard- und Software lassen sich die Daten der Motorsteuerung überschreiben. Durch die neuen Informationen erhoffen sich die Tuner eine Verbesserung der Leistung, was sich am Ende durch eine höhere Geschwindigkeit bemerkbar macht. Allerdings müssen im Rahmen solcher Veränderungen ein höherer Verschleiß und eine niedrigere Lebensdauer der Motoren in Kauf genommen werden.