Malusdatei
Ganz einfach, wer oft Unfälle verursacht oder seine Versicherung aus anderen Gründen in Anspruch nehmen muss, hat mehr zu zahlen. Warum also nicht einfach ein neues Auto anmelden und dieses anschließend bei einer neuen Assekuranz versichern. Schließlich lässt sich der Beitrag doch durch die eine oder andere Auslassung bestimmter Details ein wenig nach unten drücken. Oder etwa doch nicht? Genau für diesen Fall existiert eine Malusdatei: Fast jede Versicherung verfügt über eine entsprechende Datenbank, in welcher die Schadensdaten zu jedem einzelnen Versicherer festgehalten werden.
Der Begriff Malus selbst entstammt dem lateinischen Wortschatz und kann mit schlecht oder böse übersetzt werden. Das genaue Gegenteil zu Malus ist der Bonus. Letzterer bezeichnet ja bekanntlich etwas Positives. Durch die Dokumentation von Schäden in einer Malusdatei besteht die Möglichkeit bei einem Wechsel der Assekuranz, dass die neue Versicherung die Aussagen eines Antragstellers überprüft. Spätestens hier werden Auslassungen oder falsche Angaben natürlich aufgedeckt, speziell wenn es um die Einstufung des Antragstellers in eine der Schadensklassen bei einem Vorversicherer geht.
Was taucht in einer Malusdatei aber alles auf? Neben den persönlichen Angaben wie dem Namen und der Anschrift eines Versicherten wird in diesem Datensatz auch das amtliche Kennzeichen sowie die Zahl der gemeldeten Schäden im vergangenen Versicherungsjahr und die Schadensklasse nebst dem Ende des Versicherungsvertrages notiert. Über die Folgen unwahrer Aussagen scheint sich so mancher Autofahrer nicht im Klaren zu sein, denn im Ernstfall droht die Weigerung der Versicherung zur Übernahme einer Leistung.




