Knautschzone
Um diese Aufgabe erfüllen zu können und für die Sicherheit der Insassen zu garantieren, müssen sich die entsprechenden Bereiche nach Möglichkeit gut verformen lassen. Trotz eines solchen Anspruchs an das Material sollten die entsprechenden Bereiche an einem Fahrzeug so ausgelegt sein, dass sie auch weiterhin den nutzungsbedingten Anforderungen genügen. Die Ursprünge der heute so selbstverständlichen Knautschzone gehen auf den Ingenieur Béla Barényi zurück. Der österreichische Konstrukteur führte die Idee 1952 in die Automobilkonstruktion ein und machte daneben noch weitere Erfindungen, mit denen sich die Sicherheit bei Kraftfahrzeugen verbessern ließ.
Bis zur Entwicklung der Knautschzone setzten die Automobilhersteller auf sehr steife Konstruktionen, die sich nur in einem geringen Umfang verformten. Eine solche Bauweise hat zwar geringere Schäden an der Karosserie zur Folge, bewirkt aber das genaue Gegenteil bei den Insassen, da diese bei einem Aufprall größeren Kräften ausgesetzt sind. Durch die Umwandlung der Bewegungsenergie in Verformungsarbeit fällt der Knautschzone die Aufgabe zu, einen Teil der auf die Fahrgastzelle wirkenden Kräfte zu verringern. Ohne Knautschzone kommt die Bremswirkung aufgrund der Trägheit von physikalischen Massen nur stark verzögert im Innenraum an, in der Zwischenzeit sind die Insassen großen Kräften ausgesetzt, deren Wirkung schwere Verletzungen nach sich ziehen kann.
Um wirkungsvoll arbeiten zu können, knüpft die Knautschzone aber eine Bedingung an die Insassen: Letztere müssen mit der Fahrgastzelle möglichst fest verbunden sein. Diese Aufgabe übernimmt der Sicherheitsgurt. Nur wenn alle Sicherheitsmaßnahmen in einem Kraftfahrzeug wirkungsvoll zusammenarbeiten, sind die Insassen bei einem Unfall vor schweren Verletzungen geschützt.




