Holzgasantrieb
Nicht ohne Grund sind in den vergangenen Jahren unterschiedlichste Konzepte entwickelt wurden, etwa der Hybridantrieb, Elektromotor und das Solarfahrzeug. Wie fügt sich der Holzgasantrieb aber in die Reihe dieser neuen Antriebsformen ein? Wie der Name bereits vermuten lässt, geht es an dieser Stelle um ein Gas, welches auf Holz als Grundstoff basiert. Ihren Ursprung findet die Holzvergasung aber nicht in der Suche nach neuen Antriebsquellen gegen Ende des 20. Jahrhunderts, die Wurzeln liegen bereits im 19. Jahrhundert. Allerdings diente Holzgas in den ersten Jahren eher als Stadtgas. Erst in den 1920er Jahren entwickelt sich die Holzvergasung zu einem funktionsfähigen Antrieb für Kraftfahrzeuge.
Grundsätzlich beginnt der Holzgasantrieb mit einer Gewinnung des Verbrennungsgases. Dazu wird mittels Pyrolyse Holz anaerob (ohne Sauerstoff) zu Holzgas umgesetzt, welches zu großen Teilen zwar aus COx-Verbindungen besteht, aber auch zu einem gewissen Teil Methan sowie Wasserstoff enthält. Beide gehören zu den gasförmigen Verbindungen, welche Energie im Rahmen einer Verbrennung freisetzen. Vor der eigentlichen Verwendung muss dieses Gasgemisch aber abkühlen und gefiltert werden, bevor es in einem Motor genutzt werden kann. Obwohl aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt, hat sich der Einsatz dieses Antriebskonzeptes bisher lediglich auf Notzeiten beschränkt, in denen Kraftstoffe Seltenheitswert hatten. Schuld ist die aufwendige Herstellung des Holzgases sowie der großvolumige Charakter einer Anlage für den Einsatz des Holzgasantriebs.







