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Gasmotor

Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen arbeiten heute wie bereits vor 100 Jahren nach ein und demselben Prinzip. Flüssige Kraftstoffe werden in Verbindung mit Luft gezündet und treiben über eine Welle die Räder an. Für die Entstehung des Luft-Kraftstoffgemisches haben Konstrukteure in den vergangenen Jahrzehnten unterschiedliche Verfahren entwickelt, neben dem Vergaser hat sich im Lauf der Zeit die Einspritzung – entweder direkt in den Zylinder oder Ansaugtrakt – durchsetzen können.
Daneben haben sich in der Vergangenheit aber noch andere Konzepte für Verbrennungsmotoren etabliert. Betrachtet man heute die Motoren gängiger Fahrzeugmarken, so fällt sicher auf, dass zum größten Teil der Otto- und der Dieselmotor zum Einsatz kommen, die beide mit einem zündfähigen Gemisch aus Sauerstoff und Kraftstoff arbeiten. Vergleicht man einen Gasmotor mit dem bekannteren Ottomotor, fällt auf den ersten Blick die Unterscheidung zwischen beiden sicher schwer. Schließlich arbeiten sie beide auf der Basis eines ähnlichen Funktionsprinzips.

Das Gemisch wird in einer Brennkammer mittels Selbstzündung (aufgrund der Komprimierung steigt die Temperatur) oder durch einen Zündfunken entflammt und verbrennt dabei explosionsartig. Allerdings ergeben sich im direkten Vergleich einige Unterschiede, denn während für den Gasmotor ein zündfähiges Gas zum Einsatz kommt, setzt der Ottomotor auf einen flüssigen Kraftstoff, aus welchem das Luft-Kraftstoffgemisch entsteht. Dabei entsteht nicht zwingend ein Gas. Vielmehr bildet sich durch die Einspritzung ein Aerosol, das letztendlich aus kleinen Flüssigkeitstropfen in einer Gaswolke besteht.

Gase, welche in den entsprechenden Motoren zum Einsatz kommen, können etwa Wasserstoff oder Ethanol sein. Deren Verwendung bietet Vorteile, was den Schadstoffausstoß und damit auch die Umweltbelastung betrifft. Allerdings bliebe ein Einsatz nicht ohne Nachteil, da jedes Gas ein größeres Volumen als Flüssigkeiten beansprucht, was eine Verflüssigung für den Transport notwendig macht. Aufgrund dieser Tatsache ist für die Verwendung von gasförmigen Kraftstoffen neben einem Umrüsten der Fahrzeuge auch ein Aufbringen von Energie für die Herstellung des einsatzfähigen Treibstoffes notwendig.