Einspritzanlage
Allerdings sollte sich das Modell der mechanischen Einspritzung im Alltag nicht bewähren. Zwar wurden in den 1950er Jahren verschiedene Fahrzeugtypen damit ausgestattet, aber trotz allem war dieser Methode kein durchschlagender Erfolg vergönnt. Im Lauf der Jahre hat sich die elektrische Variante der Einspritzung durchgesetzt, da diese wesentlich einfacher herzustellen ist. Heutige Modelle der elektronischen Einspritzanlage arbeiten im Wesentlichen nach folgendem Grundprinzip: mit Hilfe einer Sonde wird das Volumen der angesaugten Luft gemessen. Vielen Autofahrern ist dieses Messgerät unter der Bezeichnung des Luftmassenmessers bekannt. Zusammen mit anderen Daten berechnet die Motorsteuerung die optimale Zusammensetzung des Luft-Kraftstoffgemisches. Die notwendige Kraftstoffmenge stellt die elektrische Einspritzpumpe bereit. Je nachdem, ob der Kraftstoff direkt in den Brennraum oder die Luft eingespritzt wird, spricht der Fachmann entweder von einer direkten oder einer indirekten Einspritzung.
Die Vorteile einer solchen Anlage gegenüber dem Vergaser liegen auf der Hand. Durch die Kombination mehrerer Messkreise lassen sich mit Hilfe einer Steuerung der Gemischzusammensetzung bessere Abgaswerte erzielen. Zudem wirkt sich die Nutzung einer Einspritzanlage auch auf den Kraftstoffverbrauch aus. Dieser nimmt im Vergleich zu Fahrzeugen mit herkömmlichen Vergasern ab. Beide Vorteile sind sicherlich eine Erklärung dafür, dass sich Fahrzeughersteller seit einigen Jahren auf die modernen Einspritzanlagen orientieren.







