Drive-by-Wire
Die Grundidee hinter dieser zukunftsweisenden Technologie betrifft die mechanischen Systeme eines Kraftfahrzeugs. Inzwischen wäre es durchaus möglich, viele der Komponenten in einem Auto durch elektrische Versionen zu ersetzen. Ein einfaches Beispiel ist etwa die Lenkung. Heute besteht zwischen der Achse eines Fahrzeugs und dem Lenkrad immer noch eine durchgehende Verbindung. Durch diese Anordnung steigt nicht nur das Gewicht, es werden zum Beispiel durch die Servolenkung ständig neue Baugruppen notwendig.
Ein Ersetzen der Verbindung durch einen Elektromotor würde nicht nur Gewicht sparen, auch durch den Wegfall der Servolenkung wären einige Baugruppen nicht mehr notwendig. Die Übertragung und Umsetzung der Lenkbefehle würden in diesem Fall elektronische Sensoren sowie ein Steuergerät übernehmen, das am Ende einen entsprechenden Befehl an die einzelnen Systeme des Fahrzeugs weiterleitet. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten der Drive-by-Wire-Technologie lässt sich etwa durch eine Verkabelung der einzelnen Systeme realisieren.
Was im ersten Moment sicher vielversprechend klingt, hat leider nicht nur Vorteile für den Autofahrer. Besonders sicherheitsrelevante Bedenken sorgen immer noch dafür, dass diese Technologie heute im Straßenverkehr noch nicht großflächig eingesetzt wird. Was passiert zum Beispiel, wenn das Steuergerät oder einer der Sensoren ausfällt? Speziell bei sehr hohen Geschwindigkeiten ergeben sich aus diesem Szenario Probleme, das Fahrzeug würde zum unkontrollierbaren Risiko für die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer.
Um alle Bedenken auszuräumen, müssen serienreife Systeme immer noch über eine mechanische Notfallvariante verfügen. Ein weiteres Problem betrifft die digitale Datenverarbeitung, schließlich haben kleinste Fehler in der Software des Steuergerätes schwerwiegende Folgen. Aufgrund dieser Fragestellungen dürfte das erste echte Drive-by-Wire-Fahrzeug auch in den nächsten Jahren noch auf sich warten lassen.




