Dieselmotor
Daneben kommen Dieselfahrzeuge ohne eine elektrische Zündvorrichtung aus, da der Kraftstoff nur durch die Umgebungswärme gezündet werden kann. Die im Kolben befindliche Luft wird so stark verdichtet, dass im Zuge dieses Vorgangs Temperaturen zwischen 700 und 900°C entstehen, was ausreicht, um den Dieselkraftstoff zu zünden. Benzinmotoren verfügen zwar inzwischen ebenfalls über eine direkte Kraftstoffeinspritzung, allerdings ist hier immer noch eine Fremdzündung notwendig, die mit Hilfe der Zündkerzen umgesetzt wird.
Im Laufe der Zeit hat sich der Dieselmotor eine breite Palette verschiedener Anwendungsmöglichkeiten erobert. Er kommt heute, neben dem Fahrzeugbau, auch als Schiffsdiesel oder in Lokomotiven zum Einsatz. Speziell im Bereich der Schifffahrt wird das Zweitaktmodell des Dieselmotors verwendet.
Gegenüber dem Ottomotor schneidet der Dieselantrieb speziell in den Bereichen der Umweltbelastung und Herstellungskosten im Vergleich etwas schlechter ab. Besonders ältere Fahrzeuge ohne einen eingebauten Partikelfilter verursachen eine nicht zu vernachlässigende Feinstaubbelastung. Um diese Automobile auch in Zukunft weiter betreiben zu können, werden Halter solcher Fahrzeug-Klassiker an einer Nachrüstung nicht vorbei kommen. Von dieser Entwicklung sind zum Beispiel Young- und Oldtimer betroffen. Bei Dieselmotoren treten zudem höhere Geräuschbelastungen auf.
Trotz dieser Nachteile kann der Dieselmotor mit einer längeren Lebensdauer und hohen Zuverlässigkeit punkten. Zudem galt Dieselkraftstoff lange Zeit als wesentlich günstiger in der Anschaffung. Allerdings fällt dieser Vorteil durch Preissteigerungen an den Tankstellen auch für Diesel immer geringer aus.




