Citroën 2CV
Wie kommt ein Auto aber zu einem solch eigenwilligen Namen? Der Spitzname „Ente“ dürfte aufgrund der Assoziation des ungewöhnlichen Aussehens mit dem Märchen „Das hässliche Entlein“ entstanden sein und hat seinen Anfang in den Niederlanden genommen. Hier war der 2CV, die offizielle Bezeichnung orientiert sich übrigens am französischen Steuersystem, bereits vor der Markteinführung in Deutschland umgangssprachlich als „hässliches Entlein“ bekannt. Die Entwicklungsgeschichte der Ente begann bereits zwischen den beiden Weltkriegen, als Citroën einen minimalistischen Kleinwagen entwickelte, der günstig in Anschaffung und Unterhalt sein sollte sowie sich leicht bedienen lassen musste.
Von der Entwicklung dieses Vorgängermodells 1934 bis hin zur ersten Ente, die vom Band rollen sollte, vergingen insgesamt 14 Jahre, von denen Frankreich knapp vier Jahre durch deutsche Truppen besetzt wurde, ohne dass diese die Entwicklung fortsetzten. Erst nach Kriegsende konnte der 2CV 1948 auf dem Pariser Autosalon präsentiert werden. Die Reaktionen auf das neue Kraftfahrzeug waren eher verhalten, nicht selten schlug dem 2CV und Citroën für seine eigenwillige Kreation offener Spott entgegen. Aber trotz aller Kritik sollte die Ente bis 1990 vom Fließband rollen und war lange Zeit ein typisches Auto für Studenten, da Anschaffungspreis sowie Unterhalt im Vergleich zu anderen Kraftfahrzeugen ausgesprochen niedrig waren. Auch heute blickt der 2CV noch auf eine Liebhabergemeinde zurück, die sich dem Erhalt verbliebener Exemplare verschrieben hat.







