Biokraftstoffe
Da wäre zunächst einmal das Bioethanol, bei welchem es sich um einen Alkohol handelt, der als stärke-, zucker- oder cellulosehaltigen Rohstoffen gewonnen wird. Unter den Biokraftstoffen nimmt Bioethanol die Schlüsselrolle ein, da es von Bezinmotoren verbrannt werden kann. Es wird bereits seit Jahren dem Benzin und Super Benzin beigemischt. Theoretisch wäre es aber möglich, dass Automobile auch zu 100 Prozent mit Bioethanol betankt werden.
An zweiter Stelle folgt das Biodiesel. Hierbei handelt es sich um einen Kraftstoff, der entweder aus Pflanzenöl oder aus tierischen Fetten gewonnen wird. Im Rahmen der Herstellung werden dem Biodiesel ca. 10 Prozent Methanol zugeführt. Bisher ist dieser Kraftstoff nur an einigen ausgewählten Tankstellen verfügbar, eine Beimischung zum normalen Diesel ist für die Zukunft vorgesehen.
Zu guter Letzt gibt es noch das so genannte Biogas, das in erster Linie aus pflanzlichen Abfallstoffen gewonnen wird. In Deutschland spielt dieser Kraftstoff nur eine untergeordnete Rolle, was vor allem daran liegt, dass der Anteil an gasbetriebenen Fahrzeugen schlichtweg zu gering ist. In anderen Ländern, wie zum Beispiel der Schweiz, wird dem Biogas eine höhere Bedeutung beigemessen. In einigen Städten werden beispielsweise öffentliche Busse mit Biogas angetrieben.
Die Gewinnung und Verwendung von Biokraftstoffen wird gerade in Deutschland kontrovers diskutiert, da sie neben ihren Vorteilen auch einige Nachteile mit sich bringen. So besteht eines der größten Probleme schlichtweg darin, dass längst nicht alle Fahrzeuge auf den Einsatz dieser Kraftstoffe ausgelegt sind. Zum einen können die Kraftstoffe nicht von allen Motoren verbrannt werden, zum anderen setzen sie vor allem den Kraftstoffschläuchen sowie den Dichtungen zu. Des weiteren wird von zahlreichen Experten argumentiert, dass Biokraftstoffe ebenso umweltschädlich wie fossile Kraftstoffe sind. So entstehen beispielsweise klimaschädliche Gase, die beim Anbau der Pflanzen freigesetzt werden.




